Kreis Pinneberg : Nach Granatenfund – Katastrophenschutz im Einsatz

Die Feuerwehren Hasloh und Pinneberg sowie der leitende Notarzt wurden sofort nach dem Fund alarmiert.
1 von 2
Die Feuerwehren Hasloh und Pinneberg sowie der leitende Notarzt wurden sofort nach dem Fund alarmiert.

Bei Bauarbeiten in Hasloh wurde eine Nebelrauchgranate, die auch Phosphor enthielt, gefunden. Zehn Menschen werden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. ABC-Abwehr und Katastrophenschutz des Kreises Pinneberg im Einsatz.

Avatar_shz von
28. Juli 2014, 12:10 Uhr

Hasloh | Bei Bauarbeiten auf einem Grundstück im Garstedter Weg in Hasloh haben Bauarbeiter heute Morgen gegen 10 Uhr eine acht Zentimeter große britische Nebelrauchgranate aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Kaum war die stark verrostete Granate sichtbar, reagierte das Innere des Fundstücks bereits mit Luft oder Wasser. Dichter weißer Rauch strömte heraus, verletzte einen Bauarbeiter und zog auch in die benachbarten Häuser. Insgesamt wurden 10 Menschen kontaminiert, die daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurden.

Die Feuerwehren Hasloh und Pinneberg sowie der leitende Notarzt wurden gerufen. Als die Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, alarmierten diese sofort den ABC-Trupp des Kreises sowie den Katastrophenschutz. Ein Feuerwehrmann verletzte sich ebenfalls am Einsatzort. Die verletzten und kontaminierten Personen mussten vom Notarzt behandelt und dekontaminiert werden. Die Einsatzkräfte errichteten vor Ort aus Sicherheitsgründen außerdem ein Dekontaminierungszelt.

Zusätzlich wurde aus Gründen der besseren Logistik der Großraumrettungswagen aus Hamburg-Altona hinzugezogen. Die Granate ist zwischenzeitlich ausgegast und mit Sand abgedeckt worden. Der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst aus Kiel wird die Granate entsorgen. Nach Aussage der Experten ist keine Gefahr mehr vorhanden.

Laut Aussage des Kampfmittelräumdienstes sei die Granate in sehr schlechtem Zustand gewesen und daher auch leicht zu beschädigen gewesen. Der weiße Phosphor reagierte bei der Beschädigung an der Luft und vernebelte die Umgebung. Bei direktem Kontakt könne der Nebel Hautreizungen und Atemwegsreizungen auslösen. Gesundheitliche Folgen seien in der Regel aber nicht zu erwarten.

Die Polizei sperrte den Bereich ab und warnte mit Rundfunkdurchsagen die Bevölkerung, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Warnmeldung konnte jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben werden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen