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SummerJazz 2016 fest im Visier : Nach dem Fest ist vor dem Fest - die Planungen in Pinneberg laufen bereits wieder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Förderverein zieht positive Bilanz. Kleiner Wermutstropfen: 400 Pins sind übrig. Acht Musik-Acts stehen für kommendes Jahr schon fest.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Kaiser-Wetter, eine Superstimmung und Musik für jeden Geschmack: „Es war ein tolles SummerJazz-Festival“, sagte gestern Herbert Hoffmann vom Förderverein. Er schätzt, dass an den insgesamt vier Tagen etwa 30.000 Gäste bei der 20. Auflage der Veranstaltung dabei gewesen sind. Am Sonnabendabend habe es kein Durchkommen in der Innenstadt gegeben.

„Die Blues-Night war ausverkauft, die Jazz-Ballroom-Night sehr stimmungsvoll“, sagte Hoffmann. Er verrät: 2016 wird es das 21. Summer Jazz-Festival (4. bis 7. August) geben. Wermutstropfen: 400 von 5000 Pins sind noch übrig. „Wir sind verhalten mit dem Verkauf der Pins zufrieden. Sie kosten sechs Euro pro Stück und sind sozusagen die Eintrittskarte. Das ist doch eine Lachnummer für vier Tage Musik“, sagte Hoffmann. Es gab auch viele Besucher, die mehr als sechs Euro für den Pin hingelegt hätten.

Im vergangenen Jahr waren 1000 Pins nicht verkauft worden. Der Veranstaltung drohte das Aus, denn eben aus diesen Einnahmen finanziert sich das Festival neben Sponsorengeldern – unter anderem vom Pinneberger Tageblatt.

„Wenn wir auf 1000 Pins hängen geblieben wären, hätten wir ein Riesenproblem gehabt. Dann stünde das Festival auf der Kippe“,sagte er. Immerhin kostet das Fest etwa 100.000 Euro. Hoffmann und Günter Kleinschmidt, die Gründer des Festivals, würden mit einem Schuldenberg von 30.000 Euro in das Festival gehen. Dennoch: „Fakt ist, dass wir in diesem Jahr weniger schlaflose Nächte als im vergangenen Jahr haben“, so Hoffmann.

An Bürgermeisterin Urte Steinberg wird es nicht gelegen haben. Sie machte sozusagen als lebende Litfaßsäule Werbung für die Pins, die sie an einem blauen Schal trug. Am Ohr hatte sie den aktuellen Pin – eine Bassklarinette. „Ich freue mich schon auf das 21. SummerJazz-Festival im nächsten Jahr. Dann wird das Festival richtig volljährig, aber so richtig erwachsen wird es hoffentlich nie. Ich wünsche mir, es möge so spielfreudig, unkommerziell, kreativ und heiter bleiben, wie bisher“, sagte sie. Alle, die in diesem Jahr einen Festival-Pin gekauft haben, hätten dabei geholfen, dass es auf diesem Weg weitergehen kann. Dafür dankte ich allen Gästen.

Viel positives Feedback habe Hoffmann erhalten. „Am Sonntagabend habe ich bereits auf dem Handy die ersten E-Mails von Menschen bekommen, die sich bedankten.

„Das Salz in der Suppe sind die ehrenamtlichen Helfer“

Doch den Dank will Hoffmann auf diesem Weg auch weitergeben: „Das Salz in der Suppe sind die ehrenamtlichen Helfer, ohne die wir ein Festival dieser Größenordnung nicht auf die Beine stellen können“, sagte er. Es seien etwa 30 Helfer. Da seien die Pinverkäuferinnen, die unverzichtbar seien und die Männer und Frauen an den Infoständen. Da ist Werner Poreppsteht, der mit seiner Lebensgefährtin 2500 Pins eingetütet und getackert hat. „Das sehen die Besucher nicht.“

Ein positives Feedback gibt es auch von den Musikern: Holger Meyer, ehemaliger Leiter der Grundschule Thesdorf und als „singender Lehrer“ bekannt, spielte mit seiner Band LSE, Country-Rock in der Remise. „Sehr gemütlich. Es ist eine Ehre. Wer auf dem SummerJazz-Festival mitspielen darf, kann sich etwas einbilden. Die Plätze sind begehrt.

Anfragen für das Summer Jazz-Festival 2016 gibt es schon. „Das ist normal“, so Hoffmann. Acht Acts stehen bereits fest. Denn wie heißt es so schön: Nach dem SummerJazz-Festival ist vor dem SummerJazz-Festival.

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