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Verunsicherung in Bönningstedt : Mysteriöse nächtliche Detonationen - waren es Böller?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bewohner der Gemeinden Bönningstedt, Ellerbek, Hasloh und Tangstedt rätseln über mehrere laute Explosionsgeräusche.

Bönningstedt | Dreimal schreckte der Bönningstedter Kai Fleßner in der Nacht von Sonntag auf Montag zusammen: Kurz nach 21 Uhr, gegen 22.30 und ein weiteres Mal etwa eine Stunde später. „Das war so laut, dass mein Hund vor Schreck vom Sofa gesprungen ist“, berichtet der Jäger, der selbst gebaute Sprengkörper als Ursache vermutet.

„Ich habe nun die Polizei in Rellingen informiert“, sagt Fleßner. Zwar sei es schwierig, jemanden auf frischer Tat zu ertappen. „Aber je mehr Leute die Augen und Ohren offen halten, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Ursache gefunden wird“, ist er überzeugt.

„Es waren mehrere Detonationen, das müssen Hunderte gehört haben“, sagt auch Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) auf Nachfrage dieser Zeitung. Der Knall sei jedes Mal sehr laut und seines Erachtens auch mit einer Druckwelle verbunden gewesen. „Das war ein ganz heftiger Rums, das hat richtig gedröhnt“, so der Bürgermeister.

Eine Leserin aus Hasloh berichtet, dass auch dort die Explosionen zu hören gewesen seien. „Ich war östlich der AKN-Linie unterwegs und habe dort zweimal innerhalb kurzer Zeit, zwischen 23.15 und 23.30 Uhr, einen lauten Knall gehört“, sagt die Frau. Die Polizei gerufen hat schließlich ein Bürger aus Tangstedt, der von einer Explosion „irgendwo zwischen Tangstedt und Ellerbek“ berichtete.

Genaue Uhrzeiten notieren

„Der Anruf ging um 21.07 Uhr ein“, bestätigt ein Beamter der Rellinger Wache. Allerdings hätten die Kollegen vor Ort nichts feststellen können – damit sei der Fall für die Ordnungshüter zunächst erledigt gewesen.

„Wir können die Bevölkerung nur auffordern, die genauen Uhrzeiten zu notieren und uns sofort zu informieren“, so die Bitte der Polizei, die vermutet, dass illegale Silvesterknaller, sogenannte Polenböller, die Ursache sind. „Wenn mehrere davon zusammengebunden werden, ist das schon ganz schön laut“, so der Beamte. Mitten in der Nacht jedoch in der Feldmark nach Resten von Sprengkörpern zu suchen sei ziemlich schwierig. „Bislang ist auch kein Sachschaden entstanden – zumindest wurde uns keiner gemeldet“, so der Polizist des Rellinger Reviers.

Bereits im September hatte eine Bönningstedter Bürgerin während der Einwohnerfragestunde der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz berichtet, dass mehrfach laute Knallgeräusche in der Umgebung zu hören gewesen seien. Doch eine Überprüfung durch den zuständigen Fachbereich Ordnung der Quickborner Verwaltung im Oktober hatte keine Erkenntnisse über Herkunft und Ursache ergeben. „Informieren Sie bei Geräuschen oder verdächtigen Beobachtungen umgehend die Rellinger Polizei“, bittet Fleßner. Das Revier ist unter Telefon 04101-4980 zu erreichen.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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