Kaltenkirchen, Nützen, Quickborn : Mutmaßlicher Schleuser verhaftet: Häuser im Kreis Pinneberg und Segeberg durchsucht

Die Bundespolizisten nehmen den Tatverdächtigen fest.

Die Bundespolizisten nehmen den Tatverdächtigen fest.

Rund 140 Beamte von Bundespolizei und Zoll waren im Einsatz. Sie verhafteten einen 42-jährigen Mann.

shz.de von
06. September 2018, 17:15 Uhr

Nützen | Bei einer Razzia haben Beamte von Bundespolizei und Zoll einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Zeitgleich seien mehrere Wohnungen und Geschäftsgebäude am Donnerstagmorgen in den Kreisen Segeberg und Pinneberg von rund 140 Einsatzkräften durchsucht worden, teilte die Bundespolizei mit. In Quickborn (Kreis Pinneberg) war der Rastplatz Holmmoor das Ziel der Beamten. Dort durchsuchten sie Wohnungen. Die Aktion richtete sich nicht gegen den dortigen Gastronomiebetrieb. In Nützen wurde ein 42 Jahre alter Tatverdächtiger verhaftet, der mutmaßlich Menschen aus Serbien sowie Bosnien und Herzegowina nach Deutschland geschleust haben soll.

Die Polizisten stellten Mobiltelefone, Computer, Geschäftsunterlagen und eine Vielzahl an gefälschten Ausweisdokumenten sicher. Gegen den 42 Jahre alten Hauptbeschuldigten ermitteln sie bereits seit Mai.  

In einigen der Objekte fanden die Polizisten mehrere serbische und bosnisch- herzegowinische Staatsangehörige. Bei ihnen besteht der Verdacht, dass sie sich unerlaubt in Deutschland aufhalten.

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel bereits seit Mai ein umfangreichreiches Ermittlungsverfahren gegen den 42-Jährigen und eine 43-jährige Frau.

Die mutmaßlichen Täter stehen im Verdacht, für unerlaubt eingereiste serbische und bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige, den Aufenthalt und die illegale Arbeitsaufnahme in Reinigungs- und anderen Dienstleistungsgewerben organisiert zu haben. Hierzu sollen die Beschuldigten die Arbeitnehmer mit gefälschten Personalausweisen ausgestattet haben.

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