Pinneberg : Musikalisches Feuerwerk zu Silvester

Beifallsstürme nach ihrem Auftritt: Das Harmonia-Akkordeonorchester, Sopranistin Regina Bendinskkyte (Mitte) und Musikschulleiter Winfried Richter.
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Beifallsstürme nach ihrem Auftritt: Das Harmonia-Akkordeonorchester, Sopranistin Regina Bendinskkyte (Mitte) und Musikschulleiter Winfried Richter.

Die Musikschule veranstaltet sein traditionelles Konzert im Pinneberger Ratssaal, bei dem Akkordeonorchester und Solisten auftreten.

shz.de von
02. Januar 2015, 10:00 Uhr

Pinneberg | 217 verkaufte Karten: Für mehr Stühle hätte es im Pinneberger Ratssaal gar keinen Platz gegeben. Das traditionsreiche Silvesterkonzert der Musikschule hat sich wieder als unwiderstehlicher Publikumsmagnet erwiesen.

Zum dritten Mal in Folge trat Winfried Richter ohne weißen Seidenschal und ohne Frack und Zylinder vor die Besucher. Aber diesmal nahm daran niemand Anstoß, denn der Schulleiter begab sich nach ein paar Begrüßungsworten lieber bescheiden in den Hintergrund. In die Moderatorenrolle schlüpfte stattdessen eine festlich gekleidete Melanie Backes. Viele witzige Anekdoten hatte sie auf Lager. Zusätzlich ergänzte sie die musikalischen Darbietungen mit einer Fülle wissenswerter musikalischerInformationen. Das Programm umfasste Klassisches und Schmissiges: Marschmusik, Operette, Oper und Sinfonisches aus verschiedenen Jahrhunderten. Eine Hommage an Udo Jürgens war natürlich auch dabei. Und das alles dargebracht von Zieharmonikaspielern. Unglaublich, welch unterschiedliche Klänge Leonid Klimaschewski aus seinem Harmonia – Akkordeonorchester herausholte. Aber vielleicht kein Wunder bei diesem Lehrmeister. Der demonstrierte seine eigene atemberaubende Fingerfertigkeit an dem Instrument mit einem virtuosen Soloauftritt.Als Sängerin stand die litauische Sopranistin Regina Bendinskkyte auf dem Podium. Ihr lag das Publikum auch dann zu Füßen, wenn sie sich mit dem Evergreen „Granada“ einen Hit aus der Domäne der Tenöre aneignete.

Von Lehar sang sie das Vilja-Lied aus der „Lustigen Witwe“ und „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus der Operette Giuditta. Nachdem schließlich auch ihr „I Could Have Danced All Night“ aus dem Musical „My Fair Lady” verklungen war, legte Orchesterchef Klimaschewski den Taktstock beiseite und forderte die Sängerin galant zum Walzer auf.

Es gab noch andere Überraschungen. Da erfüllte auf einmal lebhaftes Vogelgezwitscher den Saal. Es gehörte zu Carl Zellers „Vogelhändler“ und war Kerstin Pidun zu verdanken, die außer ihrem Akkordeon eine Spezialflöte dabei hatte.

Kein Wunder, dass das Publikum sich nach und nach in einen wahren Applaustaumel hineinsteigerte. Drei Zugaben erklatschte sich der Saal am Ende des Abends, ehe das Orchester die Instrumente wieder verpacken durfte.

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