Musikalische Freude in Kummerfeld

Die Band Freudenfeld macht Kummerfelder Deutsch-Pop: Martin Gensow (von links), Carsten Strunz, Anja Kühnbaum, Torsten Stein und Anja Kälberloh.
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Die Band Freudenfeld macht Kummerfelder Deutsch-Pop: Martin Gensow (von links), Carsten Strunz, Anja Kühnbaum, Torsten Stein und Anja Kälberloh.

Die Band Freudenfeld probt seit drei Jahren mit eigenen Songs / Im Juni steht der erste öffentliche Auftritt an

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07. März 2018, 16:00 Uhr

In Kummerfeld wächst und gedeiht seit nunmehr drei Jahren ein zartes Pflänzchen des Deutsch-Pop. Freudenfeld heißt die Band, die sich bei einer Veranstaltung des Kummerfelder Kulturkreises als Vorband der Gruppe Spitz auf dem Hof Wiedwisch im Juni zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Keimzelle dieses musikalischen Pflänzchens ist der Gitarrist Torsten Stein. Er hatte einst mit einer weiteren Kummerfelder Musikerin zusammen zu spielen begonnen. Nachdem einige Mitmusiker kamen und wieder gingen, bildete sich vor etwa drei Jahren die aktuelle Formation heraus und blieb stabil dabei. Das sind: Schlagzeuger Martin Gensow, Sängerin Anja Kühnbaum, Gitarristin Anja Kälberloh und Bassist Carsten Strunz. Im Berufsleben sind sie Versicherungsangestellte, Personalvermittler, Polizisten und Werkzeugverkäufer – aber jeden Mittwochabend werden sie in Kühnbaums Wohnzimmer in Kummerfeld zu Poeten, Songschreibern und enthusiastischen Musikern. 16  eigene Songs mit deutschen Texten sind dabei entstanden, acht davon bezeichnen die fünf als „fast fertig“. „Wir tun uns immer schwer damit Stücke als endgültig fertig zu bezeichnen, aber sie wären vorspielbereit“, sagt Kühnbaum. Die meisten Songs haben Stein und Sängerin Kühnbaum verfasst, letzlich wirke aber jeder an seinem Instrument an der Entwicklung der Songs mit. „Wir nehmen immer erstmal jede Idee von jedem an“, berichtet Kühnbaum. „Das macht Mut, eigene Vorschläge zu machen und so entwickelt sich etwas.“ Die Songs lassen sich stilistisch am ehesten im deutschen Pop ansiedeln. „Von Schnulzen bis Sozialkritischem ist alles dabei“, sagt Stein. Seine Kollegen foppen ihn mit einem Stück, das er über Rosamunde Pilcher geschrieben hat. „Dabei ging es satirisch um die in ihren Romanen kreierten Scheinwelten“, erläutert Stein.

In Kummerfeld und im persönlichen Umfeld der Band sei nach Berichten der fünf Musiker die Erwartungshaltung in den letzten drei Jahren stetig gestiegen. „Man fragt uns immer wieder, wann wir mal auftreten“, berichtet Gitarristin Kälberloh. Zuletzt sei es bei der Weihnachtsfeier bei Kühnbaums wieder gefordert worden. „Aber da mussten die Gäste dann doch selber singen“, sagt die Sängerin lachend. „Dadurch, dass wir ausschließlich eigene Songs spielen, dauert es natürlich etwas, bis wir ein Programm für eine ganze Stunde zusammen haben“, erläutert sie die lange Wartezeit auf einen Auftritt. Aber diesen Sommer ist es nun so weit. „Wir hoffen, dass wir den Erwartungen gerecht werden,“ sagen die fünf Musiker.

Dafür, dass das gelingt, tun die Musiker, was sie können. Kühnbaums Wohnzimmer ist vollständig zum Probenraum umfunktioniert – zugunsten von Schlagzeug, Verstärker- und Monitorboxen flog das Sofa raus. In diesem Probenwohnzimmer werden Freudenfeld vor dem Konzert auch noch einen Band-Coach empfangen und sich letzte Tipps für die Bühnenpremiere einholen. Welche Ziele haben die fünf, die aus ganz unterschiedlichen musikalischen Ecken zusammengefunden haben? „Unser Ziel? Das ist erstmal dieser Auftritt jetzt im Sommer.“, platzt Stein heraus.

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