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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 22:40 Uhr

„Musik – ein Standortfaktor?“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neues Format beim 29. Rellinger Maifestival vom 9. bis 11. Mai: Landrat Oliver Stolz referiert beim Abschluss-Empfang im „Cap Polonio“

„Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.‘‘ Die Zeile, die der Maler Paul Klee (1879-1940) in seinem Werk „Schöpferische Konfession“ (1920) formulierte, ist genreübergreifend. Kunst als Bewusstseinserweiterung, Kunst als Mittler, Kunst als Heilkraft, Kunst als Alternative zum Chaos. Oder, konkreter: Musik als Standortfaktor. Zu diesem gleichlautenden intellektuellen Exkurs will Landrat Oliver Stolz am Sonntag, 11. Mai (19.30 Uhr), im „Cap Polonio“ in Pinnebergs Fahltskamp 48 zum Gedankenaustausch anregen.

Es ist ein neuer Weg, ein Versuch, das renommierte Maifestival in Rellingen – mittlerweile in der 29. Ausgabe – weiter in die Gesellschaft zu tragen. Und zu verankern. Michael Schopf, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Musik an der Rellinger Kirche (MRK), will den großen Wurf landen: „Für den abschließenden ‚Musikalischen Empfang‘ haben wir uns dieses Jahr einmal ein recht anspruchsvolles Format ausgedacht. Wir wollen Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultureinrichtungen im Kreis Pinneberg zusammenbringen.“

Der Maifestival-Intendant und Violinen-Virtuosen Lutz Leskowitz – mit Berufstitel Professor seit der Verleihung durch das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Ende 2013 – ist das Festival eine Herzensangelegenheit. Auch der 70-Jährige besitzt nicht nur eine kraftvolle Intonation. Der Salzburger und Weltenbürger ist auch ein Wort-Jongleur und Denker: „Brauchen wir die Musik? Ja, sie bringt Gleichgewicht in unsere Seele. Kann es eine Renaissance der Kammermusik geben? Ich glaube daran, und ich werde nicht müde sein, mich dafür einzusetzen. Das gemeinsame Musizieren lässt den Alltag vergessen, man unterhält sich und bedient sich der Sprache der Musik. Man versteht sich . . . weltweit!“, heißt es im Vorwort des Programms.

Leskowitz und sein Team setzen mit Verve und Energie auf „ein Fest für Blasinstrumente, und ein glückliches Zusammentreffen von Weltklasse-Kollegen.“ Und reden in Superlativen: „Sie werden in der Kirche Musik hören, wie immer von Barock bis Zeitgenossen, die eben nur in Rellingen gehört werden kann.“ Mit dem Trio Vibrante, Preisträgern aus Japan, und einer „lebenden Legende“, dem Klarinettisten Karl Leister (76).

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