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Museumsbesuche mit Kindern sollten geplant sein

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erstellt am 29.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Viele Museen im Kreis Pinneberg bieten ein Kinderprogramm an. So ist es im Stadtmuseum Wedel möglich, während der Geburtstagsfeier "Eine Reise ins Mittelalter auf die Hatzburg" zu machen oder mit der Schulklasse im Elmshorner Industriemuseum eine Unterrichtsstunde wie im Jahr 1900 zu erleben.

Kinder können jedoch auch dann Spaß an Kulturveranstaltungen haben, wenn sie allein mit ihren Eltern daran teilnehmen, ohne dass ein spezielles Kinderprogramm geboten wird. Derartige Familienausflüge sollten jedoch gut geplant sein, rät die freie Museumspädagogin Sonja Doebler.

"Wenn ich Kinder durch ein Museum führe, bereite ich meistens eine Rallye vor", sagt Doebler. Dabei bekämen die Kinder Aufgaben, die sie dazu anregen würden, sich mit den Ausstellungsobjekten auseinanderzusetzen. "Wenn die Kinder etwas machen können, wird ihnen nicht langweilig", ergänzt sie. Doebler rät Eltern, entweder das vorhandene Kinderangebot eines Museums wahrzunehmen oder sich davon inspirieren zu lassen. "Manche Museen bieten gar kein spezielles Kinderprogramm an oder man hat während der Kinderführung gerade keine Zeit", sagt sie. Doch das solle Eltern nicht von einem gemeinsamen Museumsbesuch abhalten. "Wenn Eltern sich vorher ein wenig über die Ausstellung informieren, entwickeln sie ein Bild davon, was ihr Kind interessieren könnte", meint Doebler. Eltern könnten dann eine eigene Rallye vorbereiten, mit Fragen, die sie ihrem Kind während des Besuchs stellen möchten. Oder sie überlegen sich Geschichten, in denen die Ausstellungsstücke vorkommen.

"Sobald man einen Plan hat, wenn man mit Kindern ins Museum geht, haben diese auch Spaß und behalten den Besuch in guter Erinnerung", sagt Doebler. Sie selbst jedenfalls habe noch nie erlebt, dass Kinder sich gelangweilt hätten, während sie ihre Rallye-Fragen lösten.

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