Museum: Expertin bestimmt Objekte aus der Sammlung Görbing

Die Ethnologin Claudia Kalka wird die Objekte aus dem Museum erforschen und digitalisieren.
Die Ethnologin Claudia Kalka wird die Objekte aus dem Museum erforschen und digitalisieren.

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13. Juli 2018, 11:04 Uhr

Wissenschaftlicher Besuch im Pinneberg Museum: Die Ethnologin Dr. Claudia Kalka hat den ganzen Donnerstag über ethnografische Objekte aus der Sammlung von Johannes Görbing aufgenommen, um sie später zu bestimmen. Dazu gehören Speere aus Afrika, Keramik, Messingobjekte aus dem osmanischen Reich und eine ägyptische Katzenfigur.

Die Objekte stammen von dem 1946 verstorbenen Rellinger Görbing. Er hat auch die große Mineraliensammlung zusammengestellt, die im Museum zu sehen ist. „Die Mineralien hat er als Wissenschaftler zusammengetragen. Nebenbei hat Görbing von seinen Reisen Andenken mitgebracht. Über diese Dinge wissen wir nichts“, erläuterte Museumsleiterin Ina Duggen-Below.

Kalkas Arbeit ist Teil eines groß angelegten Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Idee hinter dem Projekt sei es, in den kommenden Jahren eine flächendeckende Digitalisierung und Veröffentlichung ethnografischer Objekte und Fotografien für Schleswig-Holstein und Süddänemark zu erreichen, heißt es auf der Homepage www.sh-welt.de/das-projekt. Bisher wurden diese ethnografischen Sammlungen in Schleswig-Holstein wissenschaftlich kaum beachtet und schlummern seit vielen Jahren in einem Dornröschenschlaf. Kalka hat im Museum von jedem Objekt Fotos gemacht und sie gemessen. Zu Hause wird sie sich an den Schreibtisch setzen und diese erforschen.

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