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Uetersen : Münchener Investmentfirma übernimmt Stora Enso

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kartellamt stimmt zu. Papierfabrik wieder im Aufwind. Investmentfirma Perusa will Personal einstellen.

Uetersen | Ein neuer Businessplan, mehr Personal und zurück in die Gewinnzone: Es geht bergauf für die Papierfabrik in Uetersen. Nachdem das Bundeskartellamt der Übernahme durch die Investmentfirma Perusa aus München uneingeschränkt zugestimmt hat, wurde nun ein Businessplan erarbeitet.

Geschäftsführer Thomas Rajcsanyi erklärte auf Anfrage, dass die Fabrik voraussichtlich in zwei Jahren wieder in der Gewinnzone ankommen wird. Dies sei „das erste Unternehmensziel. Wir können hier voll und ganz auf die Unterstützung von Perusa zählen“, sagte Rajcsanyi. Christopher Höfener, Geschäftsführer der Perusa GmbH, stellte klar, dass die Fabrik in Uetersen als eigenständiges unabhängiges Unternehmen agieren und nicht in einen Verbund integriert werde. „Perusa glaubt an die Zukunft der Papierfabrik Uetersen.“ Sicherlich sei es aber auch eine Herausforderung für das Management, das Unternehmen als unabhängiges mittelständisches Unternehmen zum Erfolg zu führen. „Wir halten die Chancen aber für durchaus gut, dass die Papierfabrik in Uetersen langfristig im Markt erfolgreich agieren kann und unterstützen die Strategie des Managements.“

Der alte Name „Feldmühle Uetersen“ wird nun auch zurückkehren. Die Papierfabrik genieße seit jeher einen sehr guten Ruf in der Branche, glauben beide Geschäftsführer. „Und wir werden nicht nur mit dem neuen Namen zu unseren Wurzeln zurückkehren“, kündigte Rajcsanyi an. So wolle das Unternehmen außer dem Geschäftsbereich Spezialpapier, der in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde, wieder hochwertige Bilderdruckpapiere in niedrigen und hohen Flächengewichten sowie kundenorientierte Lösungen im Verpackungsbereich anbieten.

Außerdem seien Personaleinstellungen geplant. „Durch die neu gewonnene Eigenständigkeit als mittelständisches Unternehmen brauchen wir kompetente Leute, insbesondere im Vertrieb und Vertriebsinnendienst“, erklärte Geschäftsführer Rajcsanyi. Für die Belegschaft sei die Übernahme eine gute Nachricht. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wieder eine reelle Zukunftsperspektive. Im Hinblick auf die Beschäftigungsverhältnisse ändert sich nichts, da die bestehenden Verträge übernommen werden.“

Gemeinsam den Business Plan realisieren

Dass Perusa ab jetzt einen Sparkurs auf Kosten der Mitarbeiter führen wird, glaubt Rajcsanyi nicht. Als Private-Equity Fonds interveniere das Unternehmen nicht im Tagesgeschäft. „Und wir haben nicht den Eindruck, dass Perusa ein Interesse daran hat, einen Einsparkurs einzuschlagen, sondern gemeinsam mit uns den Business Plan realisieren möchte, um beide Papiermaschinen wieder gewinnbringend auszulasten“, so Rajcsanyi.

Betriebsratsvorsitzender Thorsten Buthman glaubt ebenfalls fest an die Zukunft der Fabrik. „Es ändert sich aber einiges nach dem Verkauf an Perusa, da wir in die Eigenständigkeit geschickt werden.“ Dies sei zunächst eine neue Situation. „Wir sind künftig stärker für uns selbst verantwortlich und da müssen alle im Hause an einem Strang ziehen“, sagte Buthmann. „Die Motivation der Belegschaft muss nun wieder gestärkt werden.“ Die Situation der vergangenen Jahre sei für die Mannschaft „nicht einfach“ gewesen und durch Kurzarbeit und Einkommenseinbußen geprägt worden. „Nun gilt es, die Beschäftigten auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen, denn jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, die Zukunft positiv zu gestalten.“

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erstellt am 12.Feb.2015 | 17:15 Uhr

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