Borstel-Hohenraden : Müll und Pferde auf dem Flugplatz

Manfred Münster (l.) und Lothar Wendt von der Flugtechnischen Gemeinschaft zeigen die von ihnen wieder aufgefüllten 15 bis 20 Zentimeter tiefen Löcher eines Reiters.
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Manfred Münster (l.) und Lothar Wendt von der Flugtechnischen Gemeinschaft zeigen die von ihnen wieder aufgefüllten 15 bis 20 Zentimeter tiefen Löcher eines Reiters.

Immer öfter laden Umweltsünder ihre Grünabfälle am Rande des Geländes am Roffloh ab. Sogar Bauschutt wurde dort am Waldrand bereits hinterlassen.

shz.de von
16. März 2016, 16:00 Uhr

Pinneberg | Lothar Wendt, der Vorsitzende der Flugtechnischen Gemeinschaft (FTG) in Borstel-Hohenraden, und sein Stellvertreter Manfred Münster sind eigentlich geduldige, liebenswerte Menschen. Aber jetzt reicht es ihnen: Immer öfter laden Umweltsünder ihre Grünabfälle am Rande des Geländes am Roffloh ab. Sogar Bauschutt wurde dort am Waldrand bereits hinterlassen. Zudem gebe es Reiter, die über die große Wiese galoppieren und dabei tiefe Löcher auf der Start- und Landebahn des Vereins hinterlassen. Das Gebiet umfasst insgesamt 4,5 Hektar. Auch die benachbarten Felder der Bauern seien davon betroffen, schildert Wendt.

„Wir bekommen keine Fördergelder von der Gemeinde und müssen das alles selbst wieder instandsetzen. Deshalb regt uns das besonders auf“, sagt der Vereinsvorsitzende. Schilder aufstellen wollen sie vorerst nicht, da das Gelände möglichst naturbelassen sein soll. „Wir sind nun seit fast 50 Jahren hier.“ Nun spitze sich die Situation immer mehr zu, so Wendt. Autos und Motorräder drehen ihre Runden auf der Rasenfläche. Immer wieder finden Vereinsmitglieder blaue Müllsäcke im angrenzenden Waldgebiet. Wendt hat alle Vorfälle zur Anzeige gebracht. „Das hat alles sehr stark zugenommen. Wir sind es einfach leid.“

Zu den meisten Reitern habe man ein gutes Verhältnis. Einmal sei den Fliegern ein Pferd zugelaufen. Die Reiterin war abgeworfen worden. Die Vereinsmitglieder fanden sie mit einem Oberschenkelhalsbruch in einem Feld. Es ginge hier lediglich um einige schwarze Schafe. „Man würde ja auch nicht einfach über einen Sportplatz reiten“, fügt Münster hinzu. Beide können das Verhalten nicht verstehen. „Wir sind enttäuscht von so viel Respektlosigkeit. Unser Wunsch ist es, darauf hinzuweisen, dass das hier kein öffentliches Gelände ist.“

Wendt würde sich freuen, wenn Zeugen sich melden würden, die die Vorfällegesehen haben. Am vergangenen Donnerstag oder Freitag soll in der Mittagszeit ein Reiter auf der Fläche der FTG unterwegs gewesen sein. Wer etwas an den beiden Tagen gesehen hat, kann sich bei Wendt unter Telefon 0170-2024492 melden.

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