Borstel-Hohenraden : Modellflieger starten ins neue Jahr

Alles klar zum Abheben ins neue Jahr: Mit ihrem populären Flugtag am 1. Januar eröffnet die Flugtechnische Gemeinschaft Jahr für Jahr den Veranstaltungskalender der Borstel-Hohenradener Vereine.
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Alles klar zum Abheben ins neue Jahr: Mit ihrem populären Flugtag am 1. Januar eröffnet die Flugtechnische Gemeinschaft Jahr für Jahr den Veranstaltungskalender der Borstel-Hohenradener Vereine.

Hobbybastler treffen sich am 1. Januar für den gemeinsamen Startschuss des Vereinslebens in Borstel-Hohenraden.

shz.de von
03. Januar 2015, 16:00 Uhr

Das Vereinsleben in der Gemeinde beginnt in Borstel-Hohenraden stets hoch in der Luft: mit dem „Neujahrsfliegen“ der Flugtechnischen Gemeinschaft Borstel-Hohenraden (FTG).

„Im gemeinsamen Terminkalender aller Organisationen ist das traditionsgemäß der erste Eintrag“, stellte Vorsitzender Lothar Wendt stolz fest. Und so versammelten sich viele der 130 Mitglieder am ersten Tag des Jahres auf dem Modellflugplatz des Vereins und je nach Wetterlage auch viele Freunde und Neugierige.

Diesmal war das Wetter den Bastlern und ihren Flugmodellen freundlich gesonnen. Etwas weniger Wind hätten sie sich gewünscht, aber es ging auch so. Eine Maschine nach der anderen ging an den Start. Bis zu 25 Kilogramm wiegen die Flugkörper, höchstens ein Drittel so groß wie ihre Originalvorlagen dürfen sie sein. Manche starten mit eigener Motorenkraft, andere werden vom Startwagen angezogen, bis sie abheben. Kleinere Modelle können auch einfach in die Luft geworfen werden.

Dort oben halten sie sich dann mit einer voll aufgeladenen Batterie bis zu acht Minuten, Segler natürlich länger. Die Piloten stehen derweil am Boden und steuern ihre Flieger per Funksignal. Gerade an windigen Tagen gehört viel Geschick dazu, den Absturz der kleinen Flieger zu vermeiden. „Nippi“, der fliegende Mensch aus der Werkstatt des Vereinschefs, konnte mit den Böen am Neujahrstag gar nicht fertig werden und verlor beim Crash seinen Motor. Kein Problem für Wendt, der an solche Pannen gewöhnt ist. Gebastelt hatte er die fliegende Puppe in den Farben des TuS Borstel-Hohenraden ursprünglich für ein Vereinsfest der Sportler. Alle Flugmaschinen des Vereins sind Marke Eigenbau, dürfen aber durchaus auch aus einem Modellbausatz stammen. „Dann ist das Zusammensetzen schnell erledigt“, verriet Christian Gersch, der seinem Segelflieger erst noch die Flügel anpasste, ehe er damit dann an den Start ging.

Besonders fasziniert waren die beiden Brüder Marten (6) und Mathies (4). Sie beobachteten das aufregende Geschehen in der Luft. „Wir haben zu Hause auch Flieger“, stellte Marten gleich klar – aber ohne Fernbedienung. „Man kann sie nur in die Luft schmeißen.“ Dass dabei auch schon mal ein Unfall passiert, sei unvermeidlich. „Der Flieger von meinem Bruder wird seitdem von Klebestreifen zusammengehalten“, erzählte er.
 

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