Mitgliederschwund bei der Feuerwehr

Die Kameraden wurden für langjährige Treue ausgezeichnet.
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Die Kameraden wurden für langjährige Treue ausgezeichnet.

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12. Februar 2018, 16:00 Uhr

Die Zukunft der Ellerbeker Jugendfeuerwehr ist nun offiziell gesichert. Nachdem sich Colin Stadie und Malte Sonntag dazu bereit erklärten, den Posten des Jugendwartes und des Stellvertreters zu übernehmen, wurden beide während der Jahreshauptversammlung der Kameraden gewählt. Der neue Jugendwart Stadie erhielt dabei sogar alle Ja-Stimmen der 38 Stimmberechtigten. Damit ist der Posten nach längerer Vakanz wieder besetzt. „Die Ausbilder haben mit vereinten Kräften alles dafür getan, dass die Jugendfeuerwehr weiter bestehen kann. Sie haben alle tolle Arbeit geleistet“, betonte Wehrführer Holger Rechter. Sowohl Stadie als auch Sonntag sind seit mehreren Jahren Ausbilder der Jugendwehr. Sonntag ist sogar Gründungsmitglied. Auch Bürgermeister Günther Hildebrand zeigte sich erleichtert, dass der Posten der ehemaligen Jugendwartin Gerlinde Langeloh nun neu besetzt werden konnte. „Ich bin sehr froh, dass die Vakanz geschlossen werden konnte“, sagte der Bürgermeister.

Für die Kameraden stellte sich das Jahr 2017 als ereignisreiches heraus. Direkt am 1. Januar mussten die freiwilligen Kameraden ganze vier Mal ausrücken. Insgesamt waren die 42 Aktiven bei 47 Einsätzen dabei, Dazu zählte Wehrführer Rechter Kleinbrände sowie technische Hilfeleistungen, beispielsweise Ölspuren und Sägeeinsätze. „Besonders die Stürme haben uns auf Trab gehalten. Wegen eines Orkantiefs mussten wir im vergangenen Jahr 17 Mal ausrücken“, fasste Rechter zusammen. Der wohl spektakulärste Einsatz war das Großfeuer in einer Ellerbeker Bäckerei-Lagerhalle. Wie berichtet, kämpften die Einsatzkräfte bis in die Nacht gegen die Flammen.

Im vergangenen Jahr feierte das Löschfahrzeug der Ellerbeker Wehr seinen 30. Geburtstag. Bereits dort erinnerten die Kameraden die Politiker der Gemeinde, dass über ein neues Fahrzeug nachgedacht werden muss. Benötigt wird laut Rechter ein HLF20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug). Jedoch könne bald schon ein zweites Fahrzeug hinzukommen, dass ersetzt werden muss. „Wir haben noch ein Fahrzeug, dass bereits weit über 20 Jahre alt ist. Man rechnet bei Feuerwehrfahrzeugen zwischen 20 und 25 Jahre Lebensdauer“, erklärte Rechter während der Versammlung. Des Weiteren habe die Freiwillige Feuerwehr mit immer mehr Austritten zu kämpfen. „Das ist sehr bedauerlich. Viele ziehen aus Ellerbek weg, weil es hier keinen bezahlbaren Wohnraum gibt“, betonte Rechter. Damit sprach er die Politiker der Gemeinde an, eine Lösung zu finden. Als Gegenbeispiel nannte er die Freiwillige Feuerwehr in Borstel-Hohenraden. „Die Gemeinde ist von der Bevölkerungszahl halb so groß wie Ellerbek und die haben jetzt einen Aufnahmestopp bei der Feuerwehr.“ In Zukunft müsse eine Lösung gefunden werden.

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