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Halstenbek : Mitglieder von Web am See verwandeln Areal am Krupunder See in eine Blumenwiese

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hier packen die Paten kräftig an - erster Verein, der Grünfläche in Pflege nimmt.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Halstenbek | Kurz vor 16 Uhr ziehen plötzlich graue Wolken auf. Es regnet. Doch die Helfer haben Glück: Eine Viertelstunde später reißt der Himmel wieder auf und die Sonne scheint. Es kann also losgehen. Zehn Jugendliche und Erwachsene sind gekommen. Sie haben Schaufeln, Astscheren und Sägen dabei. Auf der Westseite des Krupunder Sees in Halstenbek, auf einer Wiese zwischen Seegrabenweg und dem eingezäunten Naturschutzgebiet, versammeln sie sich. Die Mitglieder des Vereins Web am See sind gekommen, um ihrer Verantwortung nachzukommen. Denn sie sind jetzt Paten. In den kommenden Monaten wollen sie die etwa 4000 Quadratmeter große Grünfläche in eine Blumenwiese verwandeln.

Die Jugendgruppe des Vereins Web am See gibt es seit November 2013. Sie hat 15 Mitglieder, die sich jeden zweiten Dienstag  von 16.15 bis 18 Uhr im Computerraum der Grundschule Bickbargen, Bickbargen 115, in Halstenbek-Krupunder treffen, wo sie ihre Aktionen  für die Webseite dokumentieren. Außerdem sind sie in der Natur aktiv, bauen etwa Nistkästen oder erstellen Pflanzenlisten. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 60 Euro pro Jahr. Der Verein sucht weitere Jugendliche als Mitglieder in der Redaktion. Wer Interesse hat, meldet sich bei Claudia Daffertshofer unter Telefon 04101-5388481 oder per E-Mail an vorstand@krupunder-see.de. www.krupunder-see.de

Der Verein ist der erste, der eine Grünpatenschaft übernommen hat. Das Projekt wurde vom Umweltausschuss initiiert. Nun soll die brach liegende Wiese am See wieder zum Leben erweckt werden. Heimische Insekten sollen hier in ein paar Monaten wieder Nahrung und gefährdete Arten ein Zuhause finden.

Fußgänger laufen vorbei. Sie schauen neugierig zu den Arbeitern. Das Wetter am Krupunder See ist jetzt richtig schön. Die neunjährige Anneke Katrine setzt die Astschere an. Die kleineren Bäume und Büsche auf dem Areal müssen in den kommenden Monaten dran glauben. Dann werden Samen ausgebracht – ausschließlich einheimische Blumen werden gepflanzt. Bei der Auswahl hilft Jürgen Heidorn, Initiator des Projekts „Grünpatenschaften für Halstenbek“. Einige Pflanzen werden von den jugendlichen Mitgliedern bereits vorgezogen, um ihnen möglichst ideale Startbedingungen zu schaffen.

Claudia Daffertshofer zeigt auf die Fläche und erklärt, was die Helfer beseitigen sollen. Sie ist Vorsitzende des Vereins und begeistert vom Engagement ihrer Helfer. Sogar Margrit Meixner von der Nabu-Gruppe Schenefeld/Halstenbek packt mit an. „Wiesen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaften“, erklärt Daffertshofer. „Über tausende von Jahren hat sich unsere Natur auf diese Landschaftsform eingestellt, deshalb schaden wir ihr, wenn wir nicht genug vorhalten.“ Den jungen Helfern macht’s Spaß, draußen zu arbeiten. Nils und Felix, beide 13 Jahre alt, machen sich gerade an einem kleineren Baum zu schaffen.

Zwei Stunden sägen, schneiden und zerlegen die Helfer. Am Ende stapeln sich die Reste von 40 kleinen Bäumen, die sie entlang des Zauns zum Naturschutzgebiet aufschichten. Die entstehende Benjeshecke soll Hunde und Spaziergänger davon abhalten, die Wiese zu betreten. Sie wird in den kommenden Wochen weiter wachsen. Denn die Schnittarbeiten müssen bis Mitte März abgeschlossen sein, weil dann die Vögel zu brüten beginnen. Die Gemeindewerke sorgen für den finalen Schnitt. Daffertshofer beginnt schon jetzt zu träumen: „In einigen Jahren werden sich hier hoffentlich wieder Schmetterlinge, Libellen und Käfer tummeln.“ Infos zum Projekt gibt es bei der Gemeinde unter Telefon 04101-46677.

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