Anstoss – Die HSV-Kolumne : Mit Tatsuya Ito und Douglas Santos auf die Überholspur

Kolumnist Lars Zimmermann.

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shz.de-Kolumnist Lars Zimmermann zur aktuellen Lage des HSV.

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20. Mai 2018, 22:00 Uhr

Hamburg | Auch wenn die letzten Spiele durchaus ansehnlich waren: Wer die Leistungen der vergangenen Monate betrachtet, muss zugeben, dass der Verlust der meisten Spieler den HSV nicht wirklich schmerzen dürfte. Es gibt aber zwei Akteure, die die Hamburger unbedingt halten sollten: Douglas Santos und Tatsuya Ito sind das Tafelsilber, das der Ex-Dino hoffentlich nicht verscherbelt.

Beide haben sich in der Endphase der Saison zu Leistungsträgern aufgeschwungen und zeitweise überragende Leistungen abgerufen. Ihre Entwicklung ist bemerkenswert, weil es ihnen gelungen ist, etliche Widerstände zu überwinden. So wollte Douglas Santos eigentlich nur noch weg aus Hamburg und hatte mit dem HSV abgeschlossen. Trotz allem krempelte er die Ärmel hoch und versuchte, seinen Job zu erledigen – im Bundesligageschäft leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Inzwischen hat der Linksverteidiger den Verein offenbar sogar ins Herz geschlossen. Kaum ein Spieler vergoss nach dem Abstieg so viele Tränen wie der Brasilianer.

Ito war von Ex-Trainer Bernd Hollerbach gewogen und für zu leicht befunden worden. Der Defensiv-Fanatiker konnte mit dem Leichtgewicht nichts anfangen und brachte ihn kaum noch. Hollerbachs Nachfolger Christian Titz setzte dagegen von Anfang an auf den sensiblen Japaner. Der belohnte das Vertrauen mit herausragenden Leistungen. So wurde die linke Seite mit Ito und Douglas Santos  bei der leider erfolglosen Aufholjagd am Ende zur Schokoladenseite. Es wäre schön, wenn diese Achse nicht gesprengt würde. Sie wäre ein Faustpfand für die Zukunft und in der zweiten Liga vermutlich eines der besten Außenbahn-Duos. Mit ihnen könnte der HSV über links Richtung Wiederaufstieg marschieren.

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