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Schenefeld : Mit Pfadfindern die Welt entdecken

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Franzose Michel Ertz ist seit acht Monaten Pastor an der Anskar-Kirche. Er engagiert sich in der Jugendarbeit der Gemeinde.

Schenefeld | Erst acht Monate ist es her, dass Michel Ertz (48) nach Schenefeld zog. Zuvor hat der Franzose als Pastor in der evangelischen Landeskirche in Romanswiller gearbeitet. „Gottes Ruf hat uns hierher verschlagen“, sagt der Franzose mit einem Augenzwinkern. Zuvor habe er die Anskar-Kirche nicht gekannt. Seine Bewerbung wurde von der Anskar-Kirche Hamburg-West, Achter de Weiden 12, bestätigt.

Der Franzose Michel Ertz (48) hat evangelische Theologie in Straßburg studiert. Ertz und seine Frauen kamen mit ihren Söhnen im Alter von drei, fünf und elf Jahren sowie einer achtjährigen Tochter nach Schenefeld.

Wie er die Düpenaustadt bislang erlebt hat? „Schenefeld empfinde ich als großes Dorf, wo man Leute auf der Straße trifft, die man kennt“, so Ertz. Die Menschen in den Gemeinden wie auch die Bürgermeisterin beschreibt der Pastor als „sehr engagiert und menschlich“. Ertz war nach der Schulausbildung als französischer Soldat in Berlin stationiert. „Dort habe ich gemerkt, ich bin kein Deutscher“, scherzt Ertz. Weder „ziehe ich mich an – wie sie, noch esse ich wie sie“, kommentiert der Sohn einer Deutschen das hiesige Lebensgefühl. Er könne sich jedoch vorstellen, Deutscher zu werden.

Das deutsche Schulsystem sagt Ertz in jedem Fall mehr zu als das französische. „In Frankreich wird auf die Schüler zu viel Druck ausgeübt, auch wenn die Lehrer dort sehr kompetent sind“, bilanziert der vierfache Vater, dessen Kinder die Schülerschule in Waldenau besuchen. Das französische System ermögliche zumeist nicht, auf den jeweiligen Schüler individuell einzugehen.

Dankbar für die Jugendarbeit

Der Elsässer weiß die Kinder- und Jugendarbeit in der Freikirchengemeinde zu schätzen. „Es wird in der Anskar-Kirche eine sehr umfassende Kinderarbeit geboten“, so Ertz. Etwa 50 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 17 Jahren sind im Gemeindeleben eingebunden. Zwölf drei- bis zwölfjährige Kinder nehmen in der Regel am Kindergottesdienst teil. Acht Jugendliche besuchen den Gottesdienst in der Anskar-Kirche. Ertz leitet eine weitere Jugendgruppe mit 25 Mitgliedern, die die Ansgar-Kirche mit einer weiteren Freikirche, der Josua-Gemeinde anbietet. „Die Zusammenarbeit gefällt mir sehr gut“, so der 48-Jährige.

Der Pastor selbst ist wichtiger Ansprechpartner für die christlichen Pfadfindern Royal Rangers der Kirchengemeinde. Begleitet Ertz die Veranstaltungen als Jugendpastor, hält er Andachten und unterhält sich mit den Kindern persönlich. „Bei den Royal Rangers spiele ich aber nur die zweite Geige“, so Ertz. Die Leitung hat ein 17 Jahre alter Jugendliche.

Bei den Pfadfindern kommen die Jugendlichen auf ihre Kosten, haben intensiven Kontakt zur Natur und entdecken die Tier- und Pflanzenwelt. Die Mädchen und Jungen bauen Feuerstellen oder Camp-Einrichtungen. „Es wird dort viel gespielt“, sagt der Pastor. Die Gemeinde veranstaltet während des Sommer-Camps Radtouren und Sport-Events. „Die Jugendlichen müssen sich dort eine Mahlzeit selbst zubereiten, mit dem was die Küche hergibt“, sagt der 48-Jährige. Die Atmosphäre in der Gemeinde bezeichnet Ertz als „aufgeschlossen, familiär und sehr herzlich“.

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erstellt am 21.Okt.2015 | 12:30 Uhr

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