zur Navigation springen

Neujahrsempfang in Ellerbek : Mit Optimismus ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unterbringung von etwa 150 weiteren Flüchtlingen im Ort in Planung. Finanzielle Einbußen durch Finanzausgleichsgesetz.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 12:45 Uhr

Ellerbek | „Ich habe das Gefühl, dass wir im letzten Jahr noch mehr miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet haben“, sagte Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) zu Beginn seiner Rede während des Neujahrsempfangs im Kulturtreff. Aus dem Jahr 2015 sei ihm besonders die Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation in Ellerbek in Erinnerung geblieben. „Von dem großen Interesse und den vielen Besuchern war ich überwältigt“, sagte Hildebrand.

In der Zwischenzeit hätten insgesamt 50 ehrenamtliche Helfer unter dem Name „Ellerbek Hilft“ zusammengefunden und kümmerten sich um die Betreuung von bisher 27 Asylbewerbern, die aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Kurdistan kommen. „Innerhalb des Teams haben sich mehrere Arbeitsgruppen gebildet“, erklärte der Bürgermeister. Dazu zählen unter anderem Gruppen für die Begleitung, Mobilität, Sprachen, Begrüßung und Fahrradwerkstatt.

„Schätzungsweise werden in diesem Jahr etwa 150 weitere Flüchtlinge in unsere Gemeinde kommen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir das wuppen werden“, betonte Hildebrand. Er wolle weiterhin darauf verzichten, Container aufstellen zu müssen und auch die Sporthallen sollen möglichst nicht für die Unterbringung genutzt werden. „Da muss es andere Möglichkeiten geben“, so Hildebrand weiter. Er dankte in diesem Zusammenhang dem großen Engagement der ehrenamtlichen Helfer um die beiden Flüchtlingskoordinatoren Marlis Braun und Reinhard Gatzsch: „Ohne die ehrenamtlichen Helfer könnten wir es nicht schaffen.“

Des Weiteren schloss sich Ellerbek Ende vergangenen Jahres der Volkshochschule (VHS) Pinneberg an, nachdem zum Jahresende die VHS Bönningstedt geschlossen werden musste. „Wir haben innerhalb der Gremien bei dieser Sache mit der VHS Pinneberg immer einstimmig entschieden“, betonte Hildebrand. Aktuell werden in der Gemeinde 30 Kurse angeboten. „28 der Kurse beginnen im Februar und wir können schon sagen, dass alle Workshops stattfinden werden und einige bereits ausgebucht sind und für viele eine Warteliste besteht“, verkündete Hildebrand erfreut.

Einen großen Schritt nach vorn habe auch die Hermann-Löns-Schule gemacht. In der Gemeindevertretung sei entschieden worden, dass die Grundschule einen Zuschuss von 75.000 Euro für die Anschaffung von Smartboards für alle Klassenräume und zwei Klassensätze an Laptops erhält, damit sie ihrem Ruf als Modellschule gerecht werden könne. „Es haben sich bereits einige Politiker angemeldet, die sich das alles anschauen möchten“, kündigte Hildebrand an.

Im Jahr 2016 stehe für die Gemeinde Ellerbek auch einiges auf dem Plan. Dazu zähle der Bau eines Regenrückhaltebeckens sowie eines Radwegs im Ihlweg. Auch die Überschwemmungssituation am Kellergraben soll in diesem Jahr mit Rellingen geklärt werden. Außerdem werde der Bauhof umziehen. Doch es würden auch finanzielle Probleme auf die Gemeinde zukommen: „Durch das geänderte Finanzausgleichsgesetz müssen wir im Haushalt 400.000 bis 500.000 Euro mehr abführen. „Wie wir das schaffen, müssen wir sehen“, sagte der Bürgermeister.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert