zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 03:05 Uhr

Mit Maja in die Renaissance

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Uetersenerin Rosa Hipp veröffentlicht Debütroman „Die Gondel mit dem magischen Schwert“

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2015 | 00:32 Uhr

„Ich habe früher immer davon geträumt, nach Venedig zu reisen“, erinnert sich Rosa Hipp, Leiterin der Bezalel-Kunstwerkstatt an der Raboisenschule Elmshorn. Zahlreiche Reisen liegen mittlerweile hinter ihr und die Lagunenstadt fasziniert sie noch immer. Vor allem das jüdische Ghetto, das vor 500 Jahren entstand. Dieses ist nun Schauplatz des Debütromans der Uetersenerin, „Die Gondel mit dem magischen Schwert“. „Venedig bildet eine tolle Atmosphäre für den Roman. Es ist geheimnisvoll und man kann viel entdecken.“

In dem 228 Seiten starken Buch verbringt die Protagonistin Maja Bertold ihre Ferien mit den Eltern in Venedig und langweilt sich. Mit Raffael, dem Sohn der Brieffreudin seiner Mutter, verirrt sich Maja in die Vergangenheit und begegnet dort dem Mädchen Rahel, das zur Zeit der Renaissance unter schwierigen Lebensverhältnissen im jüdischen Ghetto lebt. Dieses befindet sich auf einer Insel im Sestiere Cannaregio. Vom 16. Jahrhundert bis zur Aufhebung unter Napoleon im Jahr 1796 lebte dort die jüdische Bevölkerung Venedigs. Die Kinder müssen sich der Vergangenheit anpassen, einen Komplott aufdecken und auch irgendwie wieder zurück ins 21. Jahrhundert finden. „Ich finde es spannend, dass ich bei einem Buch einfach alles machen kann, was ich will“, sagt Hipp.

Sie bewarb sich bei Verlagen und hatte schnell Erfolg. Der Kinderbuchverlag „Ariella“ gab ihr einen Vertrag und präsentiert das Buch als Neuerscheinung auf der Titelseite des aktuellen Verlagsprogramms. „Nach dem ersten Gespräch ging alles sehr schnell“, erinnert sich Hipp. Vier Wochen habe es gedauert, bis man sich geeinigt habe. Dann sei das Buch, das sich an Kinder ab zehn Jahre richtet, redigiert worden. Nun hält es die Autorin bereits in Händen.

Wie fühlt es sich an, wenn jemand das eigene Werk verändert? „Am Anfang ist es schon seltsam, aber so viel wurde gar nicht verändert“, sagt Hipp. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte sie das Buch offiziell vor. Bei der Covergestaltung hielt sich Hipp bewusst zurück.

Die Umschlaggestaltung übernahm der bekannte Illustrator Claudio Prati, der den Figuren damit auch ein Gesicht gegeben hat. „Das war spannend, meine Figuren erstmals wirklich zu sehen. Ich war in die Entwicklung eingebunden, aber die Hauptarbeit lag beim Verlag“, sagt Hipp, die das Schreiben mit dem Malen vergleicht: „Es ist wie bei einem Bild. Ich habe eine Grundidee und nach und nach entsteht ein fertiges Bild.“

Im Winter seien nun einige Kunstausstellungen geplant. Zudem will sie mehrere Lesungen – auch in der Region – halten. Hipp verrät: „Ein zweites Buch ist in Arbeit.“ Eine Fortsetzung? Hipp schmunzelt: „Die Figuren sind mir beim Schreiben natürlich schon sehr ans Herz gewachsen. Mehr möchte ich noch nicht sagen.“ Dann wäre da aber noch die Frage nach ihrem Lieblingsautor oder -buch. Richtig festlegen kann sich die Uetersener Autorin nicht. Dafür mischt sich ihr Mann Wolfgang Hipp in das Gespräch ein: „Ich habe da gerade ein tolles Buch gelesen. Geschrieben hat es Rosa Hipp. Meine neue Lieblingsautorin.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen