zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 15:39 Uhr

Mit Lachen Ängste überwinden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

heilkraft16 Hamburger Klinik-Clowns sorgen bei Jung und Alt für Humor in Krankenhäusern / Info-Abend bei Vieweg in Rellingen

Schon die Namen der Hamburger Klinik-Clowns sorgen für ein Lächeln auf den Lippen. Sie heißen Artur Apfelmus, Dora Flora , Edwina, Elli Spirelli, Erico, Fernando, Jako, Jojo, Mucki, Nika, Pépe und Pizzi, Pölli, Quassel, Schosefine und Speedy Bo. Sie sorgen seit 2002 für Humor in den Krankenhäusern. Ganz nach den Worten des dänischen Komödianten Victor Borge (1909-2000): „Die kürzeste Entfernung zwischen Clown und Kind ist ein Lächeln.“

Am Dienstag, 7. November, geben sich ab 19 Uhr Geschäftsführerin Ulrike Jaenicke und eine Kollegin beim Rellinger Bestattungsunternehmen Joerg Vieweg bei freiem Eintritt die Ehre. Sie wollen während eines Vortrags erklären, warum lachen so wichtig ist.

„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.“ Elf Worte wie in Marmor gemeißelt. Sie stammen von Charlie Chaplin (1889-1977). Von wem sonst. Und verdeutlichen die Philosophie der Akteure mit den roten Nasen: „Für Clownsvisiten gilt: Die Humorbotschafter kämpfen gegen die seelischen Belastungen, die ein Aufenthalt im Krankenhaus mit sich bringt. Sie sorgen für Inseln des Glücks, für Trost und Stressabbau im grauen Klinikalltag. Die kleinen Patienten werden für kostbare Momente zu Kindern, vergessen Angst und Schmerz. Aber auch Erwachsene im Pflegeheim oder Seniorenzentrum erleben mit den Clowns unbeschwert-fröhliche und höchst willkommene Begegnungen: Lichtpunkte in der täglichen Routine.“ So beschreiben die Clowns ihre Arbeit.

Und es ist wahr: Nicht erst seit Hunter Doherty „Patch Adams“, dem legendären US-Arzt, der fest an die starke „Verbindung zwischen Umwelt und Wohlbefinden“ glaubt und dessen Arbeit im Film „Patch Adams“ (1998) mit Robin Williams (1951-2014) verfilmt wurde, sind Klinik-Clowns gefragt.

Gelotologen. Lachforscher. So nennen sich die Experten, die sagen, „dass beim Lachen nicht nur 135        verschiedene Muskeln aktiviert werden, sondern dass Schmerzpatienten nach nur wenigen Minuten des Lachens eine Erleichterung erfahren, da ihr Körper vermehrt entzündungshemmende Stoffe produziert. Und dass bei Kindern, die vor Operationen von Clowns besucht wurden, die Angst vor dem Eingriff deutlich sinkt.“

Referentin Jaenicke wird den Alltag der Clowns beschreiben: „Sie tauchen ein in die Welt der Kinder. Ob auf der Onkolgie, im Kinderschutzhaus oder im Hospiz. Er verwandelt ein Zimmer in einen Dschungel, medizinische Geräte in Raumschiffe, er stellt die Dinge auf den Kopf, sieht sie mit den Augen der kleinen Patienten und erspürt ihre Bedürfnisse.“

„Zuschauen, Mitmachen, Neinsagen, alles ist erlaubt.“ So heißt es auf der Homepage des Vereins. „Der Clown steht nie über dem Kind, ahmt es nicht nach oder zeigt ihm, dass er manches Spiel, manche Übung besser kann. Nein, er scheitert, und in diesem Scheitern lädt er das Kind dazu ein, über ihn zu lachen. Er gibt dem Kind die Möglichkeit, die Spielsituation zu bestimmen, so wie das Kranksein die Lebenssituation des Kindes bestimmt. Der Clown stellt die Hierarchien auf den Kopf.“ Ganz nach Patch Adams. Lachen garantiert.

Und auch die Senioren kommen nicht zu kurz. Auch bei ihnen zeigt der Clown seine vielen Gesichter: „Er sucht nach Erinnerungen, singt Lieder aus ihrer Kindheit, ersetzt die spielenden Enkel und verbreitet unbedarfte Fröhlichkeit“, sagt Jaenicke.



>  www.klinik-clowns-hamburg.de
>  info@bestattungsinstitut-
vieweg.de
>  Der Verein wurde 2002 gegründet, ist als gemeinnützig anerkannt und seit 2011 Mitglied im Dachverband für Clowns in Medizin und Pflege Deutschland. Die Arbeit der Klinik-Clowns Hamburg wird über Spenden finanziert. Der Verein erhält keine Gelder aus dem Gesundheitssystem oder öffentliche Mittel.




Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen