Bunt statt blau : Mit Kreativität gegen Komasaufen

Lehrerin Luise Streitenfelder (von links) animierte ihre Schüler Alicia Dunkelberg, Lara Diedrichs und Moritz Johann Maring an dem Wettbewerb teilzunehmen. Gestern wurden sie von Thomas Ehlert von der DAK ausgezeichnet.
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Lehrerin Luise Streitenfelder (von links) animierte ihre Schüler Alicia Dunkelberg, Lara Diedrichs und Moritz Johann Maring an dem Wettbewerb teilzunehmen. Gestern wurden sie von Thomas Ehlert von der DAK ausgezeichnet.

Drei Schüler aus Pinneberg platzieren sich mit ihren Plakaten landesweit unter den besten Zehn.

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14. Juli 2015, 12:15 Uhr

Pinneberg | „Ich hatte in der Klausur null Punkte und musste die irgendwie ausgleichen“, gab der 16-jährige Moritz Johann Maring gestern zu, als er gefragt wurde, weshalb er an dem Plakatwettbewerb „Bunt statt blau“ der Gesundheitskasse DAK teilgenommen hatte. Sein künstlerisches Engagement zahlte sich aus: Der Schüler der Pinneberger Theodor-Heuss-Schule erreichte den zehnten Platz auf Landesebene. Seine Mitschülerinnen konnten sich sogar noch vor ihm platzieren: Die 16-jährige Alicia Dunkelberg erreichte Platz sieben, die 15-jährige Lara Diedrichs wurde Dritte. Gestern erhielten sie von Thomas Ehlert, Leiter des DAK-Servicezentrums Pinneberg, die Preise überreicht – 100 Euro für den dritten Platz, für Platz sieben und zehn gab es Sachpreise. „Uns freut es, dass dieses Jahr gleich drei Schüler aus dem Kreis Pinneberg sich unter den ersten Zehn platzieren konnten“, sagte Ehlert. Ausgerichtet wird der Wettbewerb seit 2010.

Die Idee, an dem Wettbewerb teilzunehmen, hatte Kunstlehrerin Luise Streitenfeld. „Das Thema Alkoholmissbrauch ist sehr jugendnah“, berichtete sie gestern. Und da im ersten Halbjahr Grafik auf dem Lehrplan gestanden habe, sei die Wettbewerbsaufgabe, ein Plakat zu erstellen, dass sich mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinandersetzt, eine gute Gelegenheit für die Schüler gewesen, die gelernte Theorie praktisch umzusetzen.

„Willst du wirklich schon in den Himmel?“, steht auf Alicias Plakat – daneben ein Frauengesicht, das zur Hälfte von einer Alkoholflasche verdeckt wird. Hinter der Flasche sieht man nur das Skelett.

Das Plakat von Moritz zeigt eine graue Maske und einen schwarzen Totenkopf. „Die Maske steht für den Alkohol, der Totenkopf für die Werbung“, erläuterte er sein Werk, mit dem er auf die Tricks der Marketingspezialisten aufmerksam machen wolle.

Lara hat auf ihrem Plakat drei Stadien des Alkoholtrinkens dargestellt – vom Ansetzen der Flasche bis zum großen Schluck. Das Gesicht der Trinkenden wird von Mal zu Mal blauer und verwundeter.

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