Mit Karneval Freude verbreiten

Regenten: Prinzessin Mary Ann I. (ab Zweite von links), Prinz Jan Philip I., Kinderprinz Paul I. und Kinderprinzessin Jeyda Maria-Mea I. begannen ihre Regentschaft in der Närrischen Nacht.
Regenten: Prinzessin Mary Ann I. (ab Zweite von links), Prinz Jan Philip I., Kinderprinz Paul I. und Kinderprinzessin Jeyda Maria-Mea I. begannen ihre Regentschaft in der Närrischen Nacht.

Frisch proklamierte Prinzenpaare der Moorreger Karnevalisten berichten über ihre Passion

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12. November 2018, 11:21 Uhr

In ihrer „Närrischen Nacht“ riefen die Moorreger Karnevalisten ihre neuen Prinzenpaare aus. Durch die 55. närrische Jubiläumssession führen Prinz Jan Philip  I., der mit seinen Auftritten Vergnügen in Seniorenheimen stiften möchte, und Prinzessin Mary Ann I., für die der Verein „wie eine große Familie“ ist. Auch ein neues Kinderprinzenpaar wurde gekürt.

Die beiden besten Freunde Mary Ann Heydorn und Jan Philip Stumpenhagen sind das frisch gebackene Prinzenpaar der Karnevalisten. Sich selbst haben sie den Titel „Das tanzende Prinzenpaar“ gegeben, denn das Tanzen im Karnevalsverein ist ihre Passion. Der Prinz ist seit 2009 Teil des Männerballetts. Jedes Jahr setzen die Jungs ein neues Motto um, in der Närrischen Nacht traten sie als Abba auf. Prinzessin Mary Ann I. tanzte seit ihrem sechsten Lebensjahr in den Garden, seit drei Jahren trainiert sie gemeinsam mit ihrer Schwester die Mädels der Roten Garde. Die 32-jährige Kauffrau im Einzelhandel gehört den Moorreger Karnevalisten stolze 26 Jahre an, aus ihrem Leben ist der Verein nicht mehr wegzudenken. „Hier ist es wie eine große Familie“, sagt sie. Wer erst einmal dabei sei, bleibe meist auch dabei. Gemeinsam stellen die Jecken nicht nur die großen Karnevalssitzungen mit Unterhaltungsprogramm auf die Beine, sondern auch diverse Auftritte außerhalb der Vereinsräume. Und genau auf diesen Teil der Session freut sich ihr Prinz.

Gemeinsam mit einem Gefolge aus Tanzgarden, Rednern oder Sängern tingeln die jeweiligen Prinzenpaare der Karnevalisten durch die Seniorenheime der Region. „Es ist richtig schön, wenn man sieht, wie bei den alten Leuten Freude aufkommt“, schwärmt der 28-jährige Mediengestalter Stumpenhagen. „Viele von ihnen könnten ja gar nicht zu uns kommen.“ Daher bringen die Prinzen und ihr Hofstaat den Karneval zu den Senioren. Darüber hinaus stehen den Majestäten Auftritte bei befreundeten Karnevalsvereinen bevor. Dafür reist es quer durch Deutschland nach Radevormwald in Nordrhein-Westfalen oder Spremberg in Brandenburg.

Auch Heydorns Tochter wird bei den Auftritten dabei sein, als Kinderprinzessin Jeyda Maria-Mea  I. „Sie ist da reingeboren, das liegt in den Genen“, schmunzelt ihre Mutter. „Seit sie geboren wurde, ist sie im Verein mit dabei.“ Seit einem Jahr tanzt die mittlerweile sechsjährige Schülerin in der Weißen Garde. Ihr zur Seite steht Paul Dreier als Prinz Paul I., denn die beiden Kinder, deren Eltern befreundet sind, kennen sich schon jahrelang. Paul, der ebenfalls sechs Jahre alt ist und noch den Kindergarten besucht, ist neu bei den Karnevalisten und hat sich Jeyda zuliebe angeschlossen. „Ich war schon mal beim Kinderkarneval“, erzählt er. „Karneval macht mir Spaß, weil alle so toll verkleidet sind, man viel singt und es viele Süßigkeiten gibt.“ Sich selbst verkleidet er am liebsten als Pirat, „weil die so wild sind und immer mit einem Schiff fahren.“

Seine Kinderprinzessin, die ganz viele Kostüme zu Hause hat und sich richtig gern in eine andere Figur verwandelt, sieht sich am liebsten im Elsa-Kostüm, nach der Hauptfigur des Disney-Films „Die Eiskönigin“. Für ihre Mutter, die sich schon als Mädchen gern als Prinzessin kostümierte, erfüllt sich mit der Proklamation auch ein Stück Kindheitstraum. Ihr weit wallendes, glänzend blaues Prinzessinnen-Kleid wurde eigens für sie maßgeschneidert.

Ihr bisher schönstes Erlebnis bei den Moorreger Karnevalisten war, als sie und ihre Freundinnen von der Blauen Garde 2009 in Travemünde beim Tanzturnier den ersten Platz auf Verbandsebene holten. Prinz Jan Philip I. denkt heute noch mit Rührung an den Moment zurück, als er mit neun Jahren seine jüngere Schwester das erste Mal als Tanzmariechen mit Soloeinlage auf der Bühne sah. Nun steht den beiden eine Session als Repräsentanten ihres Vereins bevor, mit vielen unvergesslichen Momenten.

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