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Netzwerk Medienkompetenz : Mit digitalen Medien richtig umgehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Infoabend in Pinneberg: Das Netzwerk Medienkompetenz lädt ins Geschwister Scholl-Haus ein.

Pinneberg | Heiligabend steht vor der Tür – vor allem für Kinder und Jugendliche mitunter der größte Tag des Jahres, weil es viele Geschenke gibt. Allerdings haben sich die Qualität und die Art der Gaben in den vergangenen Jahren gewaltig verändert. Zählten in den 1960er-Jahren noch Modelleisenbahn und kostbaren Puppen zu den Highlights, sind es heute vielfach technische Artikel wie die neuesten Smartphones, Tablets und Spielekonsolen. Mit dieser immer stärker werdenden Digitalisierung wachsen aber auch vielerorts die Bedenken.

Zahlreiche Eltern machen sich ernsthafte Gedanken, wenn sie beobachten müssen, dass ihr Kind nicht mehr von der Tastatur oder Spielekonsole wegkommt und so, anstatt mal im Freien zu spielen, zum Stubenhocker zu mutieren scheint. Eine zentrale Frage, die sich dann auftut, lautet: „Wie viel Digitalisierung verträgt unser Nachwuchs?“. „Diese Unsicherheit bei den Eltern nimmt stetig zu“, erklärt Silvia Stolze, die gemeinsam mit Jörn Folster als Koordinatorin für Medienkompetenz im Kreis Pinneberg aktiv ist. Aus diesem Grund sei 2013 das Netzwerk Medienkompetenz gegründet worden, das als Anlaufstelle für themenbezogenen Fragen und Sorgen dient sowie Informationsveranstaltungen zum Thema organisiert. So auch am Dienstag, 13. Dezember, im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, in Pinneberg, wenn mit dem Flensburger Bildungsreferenten Joszi Sorokowski eine „vorurteilslose“ Bestandsaufnahme des derzeitigen digitalen Lebens im Alltag vorgenommen und Antworten auf etwaige Fragen gegeben werden sollen. „Da gibt es inhaltlich mehrere Fragestellungen, die immer wieder zurückkehren“, so Stolze. Dazu zählt beispielsweise die Frage, ob die Befürchtung berechtigt sei, dass es durch die Zunahme digitaler Helfer im Alltag und in der Schule zu einer geistigen Rückentwicklung kommen kann. Auch werde oft gefragt, ob sich Ego-Shooter-Spiele auf das moralisch-ethische Empfinden negativ auswirken und inwiefern sich soziale Netzwerke und Smartphones die Sozialisation der Heranwachsenden beeinflussen können.

„Es existieren viele Sorgen. Allerdings zeigt ein Blick in die Geschichte auch, dass immer wieder vor neuen Technologien zunächst gewarnt wurde, mit denen wir heute ganz alltäglich umgehen“, erklärt Joszi Sorokowski. Beginn der Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Haus ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

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erstellt am 06.Dez.2016 | 14:15 Uhr

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