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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 01:27 Uhr

Pinneberg : Mit dem "PinneRag" ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Volle Hütte: Neujahrskonzert des Kulturvereins im Hotel Cap Polonio überzeugt mit Klassik und Klassikern.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 12:00 Uhr

"Wer einmal dieses Konzert gehört hat, ist begeistert und kommt wieder", freute sich Urte Steinberg in ihrem Grußwort beim Neujahrskonzert des Kulturvereins Pinneberg. Recht hat sie: Der Festsaal im Hotel Cap Polonio war gerammelt voll und das um 11 Uhr morgens, denn erstmals fand eine familienfreundliche Matinee statt, die vom Pinneberger Publikum hervorragend angenommen wurde. Auch die Abendvorstellung war restlos ausverkauft.

Der Dirigent und musikalischer Leiter des Kulturvereins, Cord Garben, lud gemeinsam mit dem Salonorchester, das sich aus Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg zusammensetzt, zum dreizehnten Mal zum Neujahrskonzert. Dieses wurde natürlich traditionsgemäß mit dem "PinneRag" eröffnet, der sich in der Kreisstadt bereits einen Namen gemacht hat. Doch das reicht Garben nicht: "Unser Ziel ist es, das Stück so oft zu spielen, dass die Wiener Philharmoniker den Radetzky-Marsch aus ihrem Programm schmeißen und stattdessen den PinneRag spielen", kündigte er an.

Als Gast begrüßte Garben erneut Koloratursopranistin Silja Schindler. Die Sängerin glänzte im ersten Programmteil mit der Arie "Je dis, que rien ne m’épouvant" aus Bizets Oper "Carmen". Taumelnde Höhen bei einer enormen Stimmkontrolle zeichnen Schindler aus, was sie auch im zweiten Programmteil mit dem Walzer "Je veux vivre" aus Gounods Oper "Romeo et Juliette" und besonders eindrucksvoll mit dem "Ave Maria" zeigte (bei dem es sich nicht etwa um ein Stück von "Bachgounod" handelt, sondern um Bachs erstes Präludium bearbeitet und mit Text unterlegt von Gounod). Das Salonorchester spielte mit gewohnter Sicherheit und Klangbrillanz. Zu den besinnlichen Stücken zählten Johan Sendsens "Romanze" op. 26, ein Solo für Konzertmeisterin Marietta Kratz an der Violine, sowie das Andante aus Bizets Trompetenkonzert in Es-Dur, ein Solo für Matthias Höfs. Die sogenannten „Radau-Stücke“ sorgten für Stimmung und wurden von Garben mit so viel Schmackes dirigiert, dass er sogar das Mikrophon mit dem letzten Schlag des Cancans aus Jaques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt"-Ouvertüre glatt vom Ständer fegte. Die Klassiker zum Konzertabschluss gehören ebenfalls in die Radau-Kategorie: der Radetzky-Marsch und der Champagner-Galopp mit dem Korkenknallen, wieder einmal perfekt im Takt.

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