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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 12:34 Uhr

Mit Bläsermusik durch die Epochen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Konzert Rellinger und Halstenbeker Blas-Ensembles spielen zusammen Barock und Jazz / „Programm hätte mehr Zuhörer verdient“

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Die gemeinsamen Konzerte der Rellinger und Halstenbeker Bläser sind inzwischen fest in der kirchenmusikalischen Tradition der Nachbargemeinden verankert. Die Blechbläser Halstenbek und der Posauenchor Rellingen unter der Leitung von Kantor Oliver Schmidt boten beim Herbstkonzert in der Erlöserkirche in Halstenbek ein epochenübergreifendes Programm. Gemeinsam entführten sie das Publikum in eine faszinierende Klangwelt. Schmidt dirigierte die Bläser souverän durch das aus Barock-, Klassik-, Jazz- und Swingstücken bestehende Programm. „Wir haben uns unter der Leitung vonGeorg Neuhaus und mir ins Zeug gelegt“, erläuterte der Kantor und hatte nicht zu viel versprochen.

Mit Haydns „Credo“ (Glaubensbekenntnis) eröffneten die Beteiligten das Konzert, zauberten immer wieder sich verdichtende Klangmuster in die Kirche. Auch beim nächsten Stück von Vivaldi, dem Meister des Barock, kam die Doppelbesetzung der Bläser zum Tragen. Sie spannten sodann einen Bogen ins nächste Jahrhundert und brachten klangvoll „Abendsegen“ und „Nocturne“ aus dem Sommernachtstraum zu Gehör. Schmidt gestattete dem Publikum beim folgenden Voluntary von Stanley humorvoll ein „leises Mitpfeifen“.

Das von Schmidt ausdrucksstark auf der Orgel interpretierte Luther-Kirchenlied „Eine feste Burg ist unser Gott“ offenbarte den Profi-Musiker, der er ist, und sorgte für einen zauberhaften Moment im dunklen Kirchenraum.

Die Jazz- und Swingnummern im zweiten Teil kamen beim Publikum ebenfalls gut an. Zu den Höhepunkten zählten das „Hava Nagila“ der Halstenbeker und das Stück „Sunny Day“ der Rellinger Bläser. „Ich habe mich sehr gefreut, wie Spaß an der Musik und hörbare Leistungssteigerung bei allen Bläsern Hand in Hand gingen“, bilanzierte der Kirchenmusiker Schmidt. Die Stücke hatte er mit den Beteiligten ein Jahr vor dem Konzert verabredet.

Mit einer Zugabe aus der Zeit des Barock klang der Abend atmosphärisch aus. Die Bläser spielten gemeinsam mit Schmidt an der Orgel das Prélude aus Charpentiers „Te Deum“ – weithin bekannt als Titelmelodie der Eurovision.

Oliver Schmidt erhielt nach dem Konzert zahlreiche positive Rückmeldungen. „Es handelt sich hier um ein sehr schönes Konzert“, lobte ein Besucher. Das Programm sei anspruchsvoll, hätte aber einige Besucher mehr verdient. „Wer hier nicht war, hat etwas verpasst“, konstatierte der Amateur-Blechbläser. Das nächste gemeinsame Konzert wird wieder in Rellingen sein. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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