Mit bester Laune in die Ferien

Leonie zaubert bunte Riesenseifenblasen in die Luft.
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Leonie zaubert bunte Riesenseifenblasen in die Luft.

300 Kinder und Jugendliche beim Fest unter der Hans-Hermann-Kath-Brücke in Pinneberg

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09. Juli 2018, 16:08 Uhr

Die ersten Kinder strömten schon auf die Wiese neben der Hochbrücke (Hermann-Kath-Brücke), da waren die vielen Attraktionen für das traditionelle Vergnügen zum Ferienauftakt noch gar nicht fertig aufgebaut. Das störte sie überhaupt nicht. Mit jugendlicher Kreativität schufen sie spontan ihre eigenen Spiele. Johannes Reichel versuchte, Finn Lateit vom Rollbrett zu ziehen, während die beiden sich in einem wilden Tanz umeinander drehten. Zwei weitere, Dominik und Naser, schafften es nach einigen Anläufen immer leichter, die steilen Wände der Skaterbahn hinaufzustürmen. Die ganz Schlauen stellten sich schon mal am Crêpes-Stand an, ehe die Schlange dort richtig lang wurde.

„Mindestens 300 Kinder sind hier“, meinte Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann nach einem fachmännischen Rundblick. Die Jüngsten waren noch im Kita-Alter. Aber auch ein paar Abiturienten mischten mit. Eltern und Großeltern stellten ebenfalls ein großes Besucher-Kontingent. Nicht nur Pinneberger feierten den Ferienbeginn unter und neben der Hochbrücke. Halstenbeker und Rellinger waren mit von der Partie, andere kamen aus Appen und Prisdorf.

Für etliche junge Leute war der Besuch mit Arbeit verbunden. Die Freiwilligen aus dem Kinder- und Jugendbeirat (KJB) gerieten regelrecht ins Schwitzen: Sie standen am Grill und versorgten die Menge mit Bratwurst. Die Schulsanitäter aus der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) schoben eine ruhigere Kugel. Hin und wieder wurde mal ein Pflaster gebraucht. Für Besucher, die es lieber ruhig mochten, gab es eine Chillwiese voller Liegestühle. Anja Rüberg und ihr Sohn Max verdrückten sich hierher, um ganz entspannt ihre Bratwürstchen zu genießen. Aber die meisten suchten Action, die kleineren mit kreischendem Vergnügen in der Hüpfburg. Sie konnten auch Buttons bemalen, sich ein Henna-Tattoo verpassen lassen oder Riesenseifenblasen in die Luft pusten. Hier und da war Geschicklichkeit gefragt. Beim Dosenwerfen zum Beispiel, das vielen Spaß machte. Andere waren am Kicker zugange. Die Slackline war dann eine noch größere Herausforderung. Besonders knifflig wurde das Balancieren auf dem Seil, wenn Kinder an beiden Enden starteten und auf halber Strecke aneinander vorbei mussten. Das schafften die wenigsten. Der fünfjährige Ben versuchte es einige Male. Es sah aber viel gefährlicher aus als es war, denn hilfreiche Hände streckten sich jedem entgegen, der das Gleichgewicht verlor.

Eine Stunde nach Festbeginn nahmen junge Musikgruppen die Bühne in Besitz und stellten ihr Können unter Beweis, „Dirt Nutz“ aus dem Geschwister-Scholl-Haus (GSH) zuerst, dann „Chi“, eine Band des Schulzentrums Nord. GSH-Chef Jens Schmidt moderierte die Auftritte und feuerte die Zuhörer zu immer noch einer Runde Applaus an. Als es am späten Nachmittag keine Würstchen und auch keine Crêpes mehr gab, löste das Fest sich in bester Ferienstimmung langsam auf.

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