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Halstenbek : Mit 100 Jahren noch fit wie ein Turnschuh

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Margarethe Hegener hat ihren Geburtstag im Kreise ihrer Sportgruppe gefeiert.

Pinneberg | „Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, drei mal hoch.“ Margarethe Hegener sitzt auf einem Stuhl, umringt von ihrer Turngruppe beim DRK Halstenbek. Mit drei Ständchen gratulierten der rüstigen Dame ihre Sportskolleginnen gestern zum 100-jährigen Geburtstag.

Margarethe Hegener hat es sich nicht nehmen lassen, ihre Turngruppe noch einmal gesondert zu einem Kaffeetrinken einzuladen. Das Zusammentreffen geschah ganz in der Tradition des von Ute Kunz geleiteten Kurses: Erst wurde trainiert, dann bei Kaffee und Kuchen gemütlich geschmaust und geklönt. Bereits zuvor übermittelten Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann und Bürgervorsteher Otto Sajitz ihre Glückwünsche im Zuge einer gesonderten Familienfeier.

Während des gestrigen Festes beim DRK Halstenbek gab es zwar keine Familiengäste aus vier Generatione n wie zum Beispiel ihre 15 Monate alte Enkelin Leene. Doch dafür gratulierten ihre Turndamen umso herzlicher und erinnerten an so manches gemeinsame Erlebnis. Insgesamt sind die 15 Damen 1185 Jahre alt. Das jüngste Mitglied ist 62 – das älteste 100 Jahre alt.

Seit dem 1. August 1999 ist Hegener DRK-Mitglied. „Als Frau Hegener bei uns anfing, ist sie immer noch mit ihrem eigenen Auto gekommen“, erzählt Übungsleiterin Ute Kunz. Bis zu ihrem 90. Lebensjahr ließ sie es sich nicht nehmen, sich hinter das Steuer zu setzen.

Die rüstige ältere Dame strotzt nur so vor Humor und Lebenslust. Das ist deutlich zu spüren. „Ich kenne die ganz Welt, aber das bergische Land ist das Schönste“, verrät die gebürtige Solingerin. Ab und zu reist sie noch in das Bergische Land und besichtigt beispielsweise Schloss Burg. In jüngeren Jahren lockten sie auch fernere Ziele wie Alaska, Ecuador und Exkursionen mit der transsibirischen Eisenbahn.

Mit fortschreitendem Lebensalter schätzt sie auch Ausflüge in die nähere Umgebung. „Einmal im Jahr geht es nach Iphofen, eine Weinstadt im Rhein-Main-Gebiet. Helgoland bezeichnet sie als ihre Lieblingsinsel. Auch hierhin reist sie nach dem Tode ihres Mannes im Jahre 1983 jedes Jahr, um an der Gedenkfeier für auf dem Meer beigesetzte Seeleute teilzunehmen.

„Meinen Mann, einen gebürtigen Seemann, habe durch meinen Schwiegervater kennen gelernt“, erzählt Hegener. Er sei Direktor ihres Lyzeums in Solingen gewesen. Sie heiratete dessen Sohn im Jahre 1939, seit 1962 lebt sie in Halstenbek. Anfang der 30er Jahre absolvierte sie ihr Examen als Rot-Kreuz-Helferin. Bis 1968 engagierte sie sich ehrenamtlich fürs DRK.

Unauslöschlich im Gedächtnis haften geblieben sind der Seniorin ihre Einsätze bei der großen Flutkatastrophe sowie beim Krieg im Bunker („Vollalarm“). Insgesamt ist sie schon 82 Jahre lang DRK-Mitglied. Ein Patentrezept für ein hohes Alter kennt die rüstige Dame nicht. „Ich habe einfach so vor mich hingelebt und auf einmal waren es 100 Jahre“, flachst die Halstenbekerin.

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erstellt am 24.Sep.2014 | 15:12 Uhr

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