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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 07:11 Uhr

Mischbebauung kontra Naturfläche

vom

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Ihren bisher größten Coup landete die Bürgerinitiative (BI) Rehmenfeld-Retter mit Hilfe der Kommunalwahl. Einer ihrer Mitstreiter wagte den Schritt in die Politik: und gewann. Dieter Schott räumte vergangenen Sonntag als Unabhängiger für die Grünen den Wahlkreis 15 ab und sitzt nun in der Pinneberger Ratsversammlung.

Das passt der BI zeitlich gut, denn das Thema Bebauung Rehmenfeld ist gerade wieder im Stadtentwicklungsausschuss in der Diskussion um den Flächennutzungsplan akut geworden. Eine Entscheidung war ursprünglich auf "unbestimmte" Zeit verschoben. Doch die CDU stellte in der jüngsten Sitzung den Antrag, die landwirtschaftliche Fläche als Mischgebiet auszuweisen - bedeutet, einen Mix aus Wohnungsbau und Gewerbe anzusiedeln. Die SPD stimmte zu. Und auch wenn der Flächennutzungsplan jetzt noch umgestaltet wird: Der Hauptausschuss hat ihn bereits auf den Weg gebracht.

Eine Entscheidung, die die BI sofort wieder an den Start brachte. Mit neuem Flugblatt und Infomaterial klärten die Streiter für den Erhalt ihrer Naturfläche auf dem Lindenplatz auf. "Wir sind eine Gruppierung, die schnell zu mobilisieren ist", betont Sprecherin Anke Petersen.

Das vorrangige Ziel bleibe, im Rehmenfeld den Status quo zu erhalten. Petersen: "Wir sind komplett gegen irgendeine Bebauung." Zahlreiche Zettel mit Protestunterschriften liegen schon in der Schublade. Jetzt sollen neue eingesammelt werden. Und Visionen hat die BI auch. Vorstandsmitglied Heinz Schröder beschreibt, was alles möglich wäre, würde die Fläche zum Naherholungsgebiet ausgestaltet: ein Park, Streuobstwiesen, naturbelassene Areale für Artenvielfalt in Flora und Fauna. Pinneberg werbe mit dem Slogan "Stadt im Grünen". "Da kann man den Erhalt der Grünen Lunge ruhig verlangen", sagt er.

Die nächsten Aktivitäten der Rehmenfeld-Retter richten sich auf dieses Grün. Die BI unterhält bereits Kontakte zum Naturschutzbund. Jetzt sollen mit Hilfe der Experten die Wiesen, das Brachland und die Knicks auf seltene Pflanzen und Tiere untersucht werden. Vielleicht tut sich ja da ein Ansatzpunkt Richtung Naturschutz auf.

Und auch die Politik bleibt im Visier der Retter. Wenn das öffentliche Auslegungsverfahren zum Flächennutzungsplan beginnt, dann soll getrommelt werden, damit so viele Pinneberger wie möglich ihre Bedenken anmelden.

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