Kreis Pinneberg : Ministerpräsident Albig beim Neujahrsempfang des Kreisjugendrings

Birgit Hammermann (v. l.), stellvertretende Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings Pinneberg, und KJR-Vorsitzender Andreas Dirbach begrüßten Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) als Ehrengast auf dem Neujahrsempfang im Victor-Andersen-Haus.
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Birgit Hammermann (v. l.), stellvertretende Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings Pinneberg, und KJR-Vorsitzender Andreas Dirbach begrüßten Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) als Ehrengast auf dem Neujahrsempfang im Victor-Andersen-Haus.

Ministerpräsident Torsten Albig Ehrengast beim Neujahrsempfang des Kreisjugendrings im Victor-Andersen-Haus

shz.de von
12. Januar 2015, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | „Liebe Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, bitte geben Sie jungen Menschen das Signal, dass sie gebraucht werden“, appellierte Andreas Dirbach, Vorsitzender des Kreisjugendrings Pinneberg (KJR), am Sonntag an die Besucher des Neujahrsempfangs. „Dazu gehört es, die vorhandenen Potenziale zu fördern – auch finanziell. Es werden daraus vielfältige Aktivitäten erwachsen, von denen wir heute noch nichts wissen können“, sagte der KJR-Vorsitzende.

Mehr als 60 Vertreter aus Vereinen und Verbänden sowie zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren gestern ins Victor-Andersen-Haus nach Barmstedt gekommen. Am Vormittag hatten sich die Jugendverbände mit dem Thema Willkommenskultur auseinandergesetzt, bevor der offizielle Neujahrsempfang begann.

Mit der Unterstützung von Stefan Bolln, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Barmstedt, sowie der Staatskanzlei sei es geklungen, einen besonderen Ehrengast zu gewinnen: Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Dieser kommentierte süffisant: „Die Staatskanzlei hat mir frei gegeben.“

„Jungen Menschen Werte wie Toleranz, Solidarität oder Mitmenschlichkeit zu erklären, braucht starke soziale Arbeit“, sagte Albig und ergänzte: „An Orten wie diesen wird genau das gelehrt.“ Der Ministerpräsident rief die Ehrenamtlichen dazu auf, nicht in ihrem Engagement nachzulassen. „Sie sind die Säulen unserer freiheitlichen Gesellschaft, weil sie sich nicht den Mund verbieten lassen“, sagte Albig. Er bat um Verständnis, dass man aufgrund der finanziellen Einschränkungen nicht immer alle Wünsche in der Kinder- und Jugendarbeit erfüllen könne. Dabei versprach er: „Die Politik sieht, dass sie etwas richtig Wichtiges leisten. Ich versichere Ihnen daher, dass wir eine gemeinsame Richtung haben und wir in die richtige Richtung gehen werden.“

Großes Lob vom Ministerpräsidenten

Großes Lob sprach Albig auch dem zweiten Ehrengast des Neujahrsempfangs aus: Rolf Heidenberger, Initiator und Organisator von „Appen musiziert“. „Das Land ist sehr stolz auf sie. Sie tragen das Bundesverdienstkreuz zurecht. Ihre Brust kann gar nicht breit genug für die ganzen Auszeichnungen sein, die sie verdient haben“, sagte Albig und ergänzte nach einer kurzen Pause: „Dabei haben sie schon eine wirklich breite Brust.“

Heidenberger nutzte seine Rede nicht nur, um für das Engagement für behinderte, kranke und misshandelte Kinder zu werben, sondern stellte auch die Zusammenarbeit mit dem KJR vor. „Das wird das größte Fest, dass der Kreis Pinneberg je erlebt hat“, sagte Heidenberger. 25.000 Besucher erwarte er zur finalen Veranstaltung von „Appen musiziert“ nach 25 Jahren am 20. September. Da das Datum auf den Weltkindertag fällt, holte er den KJR für ein Kinderfest mit ins Boot. „Das trägt nicht ohne Grund den Namen: Fest der Attraktionen“, sagte Heidenberger. 5000 bis 7000 Kinder sollen mitfeiern. Der Initiator von „Appen musiziert“ versprach ein „Weltrekordfeuerwerk“. Er warb bei den Vereinsvertretern dafür, sich entsprechend zu engagieren und mit einzubringen. „Wenn alle mitziehen, dann wird das eine Riesennummer für Schleswig-Holstein“, sagte Heidenberger. Von 40 angefragten Bands sollen 38 ihre Bereitschaft bekundet haben. „Jetzt haben wir ein Zeitproblem“, scherzte Heidenberger. Eine Hiobsbotschaft musste er allerdings doch verkünden: „Der Bundespräsident Joachim Gauck hat leider wieder abgesagt.“ Von der Idee, dessen Ehefrau Gerhild ins Gewissen zu reden, habe er bisher abgesehen. „Lasset die Worte beginnen“, sagte Dirbach abschließend und lud zum gemeinsamen Essen mit „Gesprächen als Beilage.“

Der Kreisjugendring Pinneberg (KJR) ist seit 1947 der Dachverband der größten Jugendvereine und -verbände im Kreis Pinneberg. In den derzeit 60 Mitgliedsorganisationen wie etwa der Sportjugend, der Jugendfeuerwehren und dem Jugendrotkreuz sind etwa 60.000 Kinder und Jugendliche aktiv. Der KJR betreibt seit 30 Jahren das Victor-Andersen-Haus – die Jugendbildungsstätte – in Barmstedt mit mehr als 10.000 Übernachtungen pro Jahr und organisiert die „Aktion Ferienpass“ für tausende Kinder und Jugendliche während der Sommerferien. Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand wird durch hauptamtliche Mitarbeiter unterstützt.
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