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Klassisch und modern : Minguet Quartett spielt in Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Minguet Quartett präsentiert am Freitag einen lyrischen Konzertabend im Pinneberger Ratssaal.

Pinneberg | Ihr letztes Konzert war bei den Iburger Schlosskonzerten, das nächste wird in der Hauptstadt mit den Berliner Philharmonikern sein – doch dazwischen legen die Musiker des bekannten und preisgekrönten Minguet Quartetts einen Halt in Pinneberg ein: Am Freitag, 20. Februar, spielen sie Haydn, Mahler, Suk und Brahms beim Konzert des Pinneberger Kulturvereins. Beginn im Ratssaal, Bismarckstraße 8, ist um 20 Uhr.

Ulrich Isfort, Annette Reising (beide Violine), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Cello) waren in der aktuellen Saison vor ihrem Besuch in Pinneberg schon viel unterwegs, unter anderem bei der Biennale in München und in Venedig, ganz zu schweigen von Touren durch Amerika und Japan. Besonders bekannt sind die vier Streicher für ihr ausgewogenes Repertoire, ihre Balance zwischen und ihre Begeisterung für die Klassik sowie die Moderne. In Pinneberg haben sie ein romantisches Programm dabei.

Vom Wiener Klassiker Joseph Haydn steht das Streichquartett op. 76 Nr. 5 auf dem Pult. Sanft wiegende Klänge, rasante Läufe und forsche Akzente kommen in vier Sätzen zusammen, die in einem furiosen Presto-Finale enden. Dazu gesellt sich Gustav Mahlers „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ in Bearbeitung für Streichquartett. Das Original, ein Lied für Singstimme und Orchester, gehört zu den Rückert-Liedern – benannt nach dem Biedermeier-Textdichter Friedrich Rückert – und steht musikalisch zwischen Romantik und Moderne. Der Welt zu sterben, zurückgezogen nur für Dichtung und Lied zu leben ist der Inhalt des Gedichts, das von Mahler mit ruhigen Holzbläserklängen umgesetzt wurde. Ein anderes, fließendes Klangbild ergibt sich durch die Interpretation nur mit Streichern. Weiter geht es mit dem Tschechen Josef Suk, dem jüngsten unter den Komponisten. Seine elegische Meditation über den Choral „St. Wenzel“ aus seiner Heimat ist getränkt von Schwere und tschechischer Seele. Johannes Brahms’ Streichquartett op. 51 Nr. 1 schließt daran perfekt an. Das technisch anspruchsvolle Werk wandelt sich über einen lieblichen zweiten und einen getragenen dritten Satz zu einem dramatisch-virtuosen Finale. Für 15 Euro gibt es Karten im Bücherwurm und an der Abendkasse. Reservierung unter Telefon 04101-23211.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 17:00 Uhr

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