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Kreis Pinneberg : „Mindestlohn stärkt die Kaufkraft im Kreis um 50 Millionen Euro“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Laut Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer ist die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns von enormer Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum der Region. Das sagte er beim Neujahrsempfang des Pinneberger SPD-Kreisverbands in Uetersen.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Reinhard Meyer, Landesminister für Verkehr und Wirtschaft und SPD-Mitglied im Ortsverband Schenefeld, hat beim Neujahrsempfang der Kreis-SPD am Donnerstag in Uetersen eine wichtige Botschaft an seine Genossen übermittelt: „Im Kreis verdienen 30 000 Menschen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn bedeutet einen Kaufkraftzuwachs von 50 Millionen Euro.“ Das sei ein starkes ökonomisches Argument. Allerdings reiche der von der großen Koalition in Berlin beschlossene Mindestlohn nicht. „Wir brauchen eine Renaissance der Tarifkultur. Viele Unternehmen sind längst ausgestiegen.“

Wenn ein Ressortchef in der kleinen Stadthalle Uetersens vorbeischaut, sollte man ihm einen Arbeitsauftrag mitgeben. Das hat sich Andrea Hansen (SPD), Bürgermeisterin in Uetersen, wohl gedacht. Mit einem Augenzwinkern sagte sie zu Meyer: „Minister freuen sich sicher, wenn sie viele Wünsche mit nach Kiel nehmen können. Wir brauchen bessere Bahnverbindungen nach Hamburg und endlich den Ausbau der K 22.“ Ein kleiner Knuff kam gleich hinterher: „Und wenn woanders Fledermäuse im Weg sind – wir sind schon längst startklar.“ Diese Ansage war auf den stockenden Bau der A 20 gemünzt. Der muss aus Naturschutzgründen aufgeschoben werden.

Keine Versprechen

Konkrete Versprechen hatte Meyer, was die K 22 angeht, nicht im Gepäck. Mit Blick auf den Kreis Pinneberg sagte der Minister: „Unsere Region ist Schleswig-Holstein. Ich bitte um Verständnis, wenn wir kreisübergreifend Politik machen. Aber ich interessiere mich auch für die kleinen Dinge. Wenn Ernst Dieter Rossmann schreibt, dass es an einer bestimmten Stelle eine Tempo-30-Zone braucht, kümmere ich mich darum.“

Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck richtete nach einem stressigen Jahr warme Worte an seine Partei: „Die SPD hat das Jahr mit einem historischen Ereignis abgeschlossen. Der Mitgliederentscheid über den Koalitionsvertrag ist in der deutschen Demokratie einzigartig.“ Wohl wissend, dass die Zustimmung so manchem Genossen Bauchweh bereitet hatte, schob er ein Zitat von Bundesparteichef Siegmar Gabriel hinterher: „Egal wer mit Ja oder Nein gestimmt hat: Wir Genossen gehören zusammen.“

Auch Anton Beling aus Uetersen gehört nun dazu. Der 16-Jährige bekam als Neumitglied sein rotes Parteibuch von Hölck.

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