Millionen-Pläne: Investor springt ab

Seit Jahren liegt der ehemalige Pinneberger Güterbahnhof brach. Das gegenüber den  Ilo-Hallen gelegene Areal war ebenfalls in den Fokus des Unternehmens Bouwfonds geraten.
Seit Jahren liegt der ehemalige Pinneberger Güterbahnhof brach. Das gegenüber den Ilo-Hallen gelegene Areal war ebenfalls in den Fokus des Unternehmens Bouwfonds geraten.

Ilo-Gelände: Projektentwickler des Unternehmens Bouwfonds begraben Idee von einem neuen Stadtteil mit bis zu 700 Wohneinheiten

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27. März 2014, 16:10 Uhr

Ein neuer Stadtteil für Pinneberg. Bis zu 700 Wohneinheiten in Bahnhofsnähe. Große Pläne, die jetzt erstmal begraben werden müssen. Der potenzielle Investor Bouwfonds ist aus dem Poker um eine der attraktivsten Entwicklungsflächen der Kreisstadt ausgestiegen. Das Millionen-Projekt ist vom Tisch.

Rückblick: Mitte Februar hatte diese Zeitung über das Interesse der Projektentwickler des Immobilienunternehmens Bouwfonds berichtet. Vertreter des Unternehmens, das Niederlassungen in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt, München und Köln betreibt, waren in der Kreisstadt mit einem Konzept aufgeschlagen, das es in sich hatte. Geschosswohnungsbau im großen Stil, vornehmlich Eigentumswohnungen. Plus ein wenig Gewerbe. Nach Informationen unserer Zeitung als Partner im Gespräch – die Genossenschaft Neue GeWoGe aus Pinneberg sowie das Elmshorner Bauunternehmen Semmelhaack.

Und Bouwfonds machte Druck. Die Projektentwickler präsentierten einen ehrgeizigen Zeitplan. Noch in diesem Frühjahr sollten Nägel mit Köpfen gemacht werden. In einem Vertrag hätte die Stadt Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekunden sollen. Noch bevor das förmliche Bebauungsplan-Verfahren auf den Weg gebracht wird. Den Baubeginn strebe man für 2016 an.

Politiker hatten anschließend deutlich gemacht, dass ihnen das zu schnell geht. Und dass nachverhandelt werden müsse. Die hohe Anzahl der geplanten Wohneinheiten – vielen Volksvertretern ein Dorn im Auge.

Die jetzt schriftlich erfolgte Absage bezeichnet Gerhard Thomssen (SPD), der dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorsitzt, gestern als ein „kaufmännische Entscheidung“, die es zu akzeptieren gelte. Er setze jetzt darauf, die Entwicklung des Ilo-Geländes samt benachbartem Güterbahnhof mit Nachdruck weiterzuverfolgen. Ein vernünftiger Mix aus Gewerbe, Dienstleistung und Wohnbebauung sei sinnvoll. In seiner Fraktion könne man sich am Standort 350 Wohneinheiten vorstellen.

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