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Umzug nach Elmshorn : Millionen-Investitionen der Regio-Kliniken am neuen Standort

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Medizin: Das urologische Zentrum der Regio-Kliniken ist von Wedel nach Elmshorn umgezogen. 1,7 Millionen Euro wurden investiert.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2016 | 16:30 Uhr

Elmshorn | Das neue Zentrum für Urologie und urologische Onkologie der Regio-Kliniken Elmshorn hat gestern seinen Betrieb aufgenommen. Die Urologische Abteilung unter Chefarzt Dr. Ousman Doh (43), Facharzt für Urologie und Experte für spezielle urologische Chirurgie, medikamentöse Tumortherapie und Lasertherapie, war bislang in Wedel angesiedelt.

Im Zuge der Verlegung wurden 1,7 Millionen Euro investiert. Eine halbe Million davon floss in die Anschaffung eines neuen Röntgen- OP-Tisches. Dieser ermöglicht einen „durchleuchtenden“ Einblick während der OP, indem er Röntgenbilder liefert, deren Strahlenintensität gegenüber der eigentlichen Röntgenaufnahme aber deutlich geringer ist. Die bei der Operation auf den Patienten einwirkende Strahlenintensität betrage bei dem neuen Gerät nur noch 10 Prozent der Belastung des Vorgängermodells. Auch die Bildqualität sei im Vergleich zehn bis zwanzig mal besser. Ein Novum sei zudem die Live-Bildübertragung des Gerätes, die es ermögliche, Bilder direkt klinikintern zu verschicken und so im Falle von Auffälligkeiten jederzeit auch nicht im OP befindliche Kollegen zu Rate zu ziehen. Das verbessere die medizinische Versorgung des Patienten, begeistert sich Dr. Doh für sein neues Arbeitsgerät. Die Aufstockung sei vergleichbar mit der eines Golf 5 auf einen Porsche. „Ich wählte einen Golf fünf, um auszudrücken, dass wir auch zuvor schon ein solides Gerät hatten. Aber jetzt haben wir den momentan höchstmöglichen Standard,“ sagt er. Der erste Patient auf dem OP-Tisch für endochrirugische, also minimalinvasive Eingriffe ohne Schnitt, wird heute morgen operiert.

Die übrigen der investierten 1,7 Millionen Euro flossen in die vollständige Sanierung der Station, die nun bis zu 30 Patienten in Ein- und Zweibettzimmern unterbringen wird, sowie die Modernisierung und Erneuerung des OP–Bereichs und des Aufwachraums.

Verbesserte Versorgung durch Bündelung

Durch den Umzug werden sich ergänzende Fachbereiche räumlich enger zusammengelegt. Kurze Wege sollen die Kommunikation verbessern und interdisziplinäres Arbeiten ermöglichen. Auch in akuten Fällen seien so alle Kompetenzen direkt an einem Ort. Dies sei eine grundsätzliche Umstrukturierung der Regio-Kliniken: „Der Umzug der Urologie nach Elmshorn ist ein wichtiger Meilenstein in der Bündelung unserer medizinischen Kompetenzen,“ bewertet Dr. Oliver Hader, ärztlicher Direktor der Regio-Kliniken Elmshorn, die Neuerung.

Operative Zentren sind damit nur noch in den Standorten Pinneberg und Elmshorn angesiedelt. In Wedel bleiben die Pneumologie und Geriatrie, operiert wird dort nicht mehr. Damit seien auch in Wedel mehr Kapazitäten geschaffen worden, um den steigenden Patientenzahlen gerecht zu werden, so Hader.

Durch die autobahnnahe Lage verbessert sich die Erreichbarkeit der meist aus Schleswig-Holstein kommenden Patienten. Entsprechend werde der Umzug durch das Urologen Netzwerk (NUSS) begrüßt. Durch Umzug, Ausbau und Modernisierung erwartet Dr.  Doh künftig jährlich bis zu 2000 Patienten zusätzlich operieren zu können.

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