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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 16:22 Uhr

Milder Winter: Viel Geld gespart

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bis zu 75 Prozent weniger Kosten / Mitarbeiter der Bauhöfe können sich bereits jetzt um Grünschnitt und Spielplätze kümmern

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Schenefelds Bauhofchef Marko Gräper hatte damit gerechnet, dass er bis Mitte Februar Streusalz für zirka 12 000 Euro verbrauchen müsste, damit es auf den Straßen der Stadt nicht zu Glatteis-Unfällen käme. Doch die Temperaturen lagen in diesem Winter an den meisten Tagen über dem Gefrierpunkt: „Wir hatten bisher nur sechs Einsätze, bei denen Streusalz eingesetzt werden musste“, sagte Gräper im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Kosten für das Salz hätten dabei 4000 Euro betragen. Also nur ein Drittel der eingeplanten Summe.

Die Situation in anderen Orten des Kreises Pinneberg ist ähnlich. Der Bauhof in Barmstedt habe 60 Tonnen Streusalz eingekauft, so Pressesprecher Wolfgang Heins, benötigt habe man jedoch nur 25 Tonnen. Auch Uwe Denker vom Amt Moorrege sagte, dass er davon ausgehe, in diesem Jahr nur ein Viertel des geplanten Streusalzes benötigt zu haben. Und Anja Liedtke, Sprecherin der Gemeindewerke Halstenbek, sagte, dass in diesem Jahr 11 000 Euro brutto eingespart wurden.

Auch die Mitarbeiter der Bauhöfe hätten in diesem Winter wesentlich geringere Belastungen gehabt. „Das ist vor allem in gesundheitlicher Hinsicht gut. Denn dieser Job geht an die Substanz“, erläuterte Gräper gegenüber dieser Zeitung. Hinzu kämen die eingesparten Personalkosten, die während einer langen Frostperiode durch Überstunden und Wochenenddienste anfielen. Thomas Vorberg von der Stadt Quickborn schätzte, dass seine Abteilung in diesem Winter mehrere tausend Euro eingespart hat.

Da es so wenig Streueinsätze gibt, können sich die Mitarbeiter der Bauhöfe anderen Aufgaben widmen. Das sei auch notwendig, denn die beiden Orkane am Jahresende haben zahlreiche Schäden verursacht, die jetzt beseitigt werden müssten, wie Thomas Kruse, Chef des Elmshorner Bauhofs, sagte. Doch es werden auch zusätzliche Arbeiten erledigt, so kann Bönningstedt „zum ersten Mal seit Jahren Knickarbeiten machen. Denn dies ist wegen des Vogelschutzes nur im Winter möglich“, wie Bürgermeister Peter Liske (Bönningstedter Wählergemeinschaft) erläuterte.

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