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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 19:56 Uhr

Merkel empfängt Rellinger Tüftlertrio

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nachwuchs Florian Vahl, Étienne Neumann und Maximilian Schiller belegen mit Hightech-Segelflugzeug vierten Platz bei „Jugend forscht“

von
erstellt am 11.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Die „Jugend forscht“ in Deutschland – um den Nachwuchs muss sich die etablierte Wissenschaftselite keine Sorgen machen. Beim 51.          Bundeswettbewerb der Stiftung Jugend gemeinsam mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn sorgten drei Rellinger Jungs für Aufsehen: In der Disziplin „Mathematik/Informatik“ belegten die Elftklässler der Pinneberger Brahms-Schule mit ihrem Projekt „A. T. S. P. (Autonomic Thermal Soaring Platform)“ den vierten Platz. Es geht um ein computergesteuertes Segelflugzeug. Um Fliegen nur mit Thermik. Mit einer speziellen Regelungstechnik. Lautlos.

Dafür gab’s 1000 Euro. Gestiftet von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung. Zudem freut sich das Trio über den Sonderpreis des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nochmal 1000 Euro. Und über eine Audienz im Bundeskanzleramt bei Angela Merkel am 28.    September in Berlin.

Treffen in der Unterrichtspause. Im Innenhof der Schule. Florian Vahl (17), Étienne Neumann (17) und Maximilian Schiller (16) strahlen. Sind locker drauf. Nach dem Landessieg im März (wir berichteten) seien sie ganz entspannt nach Paderborn gefahren. „Im Heinz Nixdorf MuseumsForum trafen wir auf 200 Teilnehmer, die sich an 110 Ständen den kritischen Fragen der Jury aus hochkarätigen Wissenschaftlern stellen mussten“, beschreibt Florian die Atmosphäre.

Auf den vierten Platz sind sie wirklich stolz. Sie haben sich gegen 1700 Projekte allein im Bereich Mathematik/Informatik behauptet. „Es ist die beste Platzierung eines Teams in Schleswig-Holstein seit fünf Jahren“, ergänzt Étienne mit einem Schmunzeln.

Dass hinter dem ausgetüftelten Flugzeug-Projekt harte Arbeit, Fantasie, Imagination, das beherrschen von Zahlen und Formeln, sprich Mathe und Physik stecken, lassen sich die Nachwuchsforscher nicht anmerken. Was dem Laien „spanisch“ vorkommt, ist für die Oberschüler auch eine Menge Spaß. Doch allein der Blick auf den Themen-Mix beim Jungforschertreffen – moderiert von Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis (Foto) – zeigt die große Seriosität ihres „Hobbys“: In Paderborn stellten die Tüftler anderer Disziplinen beispielsweise Projekte wie „Akustische Richtungsbestimmung“, „Alternative Fortbewegungsmittel auf Grundlage eines bionischen Hais“ vor. Mit der „Analyse der Restfehlerwahrscheinlichkeiten zweier Decodierer von linearen Blockcodes“ oder dem „Beitrag zur Therapie von Periostitis am Schienbein anhand einer Funktionsbandage“ sorgten sie für Staunen. Und Chemie-Genies stellten mit dem Thema „Berechnung und Interpretation von Schwingungsspektren kleiner Kohlenwasserstoffe mit unterschiedlicher C-Hybridisierung“ erfahrene Kollegen in den Halbschatten.

Florian, Étienne und Maximilian wollen sich jetzt ganz auf ihre bevorstehenden Abiturprüfungen im nächsten Jahr konzentrieren. Wohin ihre Reise künftig gehen wird, steht bereits fest: Sie wollen forschen. Zum Nutzen der Menschheit. Und das mit jeder Menge Spaß.

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