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Deutsches Rotes Kreuz : Von Jugendarbeit bis Katastrophenschutz

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der DRK-Ortsverein Pinneberg bietet ein breites Angebot. Die Mitglieder betonen: „Spaß haben und Kameradschaft pflegen.“ Sie haben die Verantwortung für die einzige Trinkwasseraufbereitungsanlage im Kreis.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Im Treffpunkt des Pinneberger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Berliner Straße 11 ist immer etwas los: Hier wird gespielt, getanzt, geturnt und gelacht. Donnerstags wird außerdem ein Mittagstisch angeboten. „Sehr beliebt ist auch unser neues Frühstück mit Freunden“, erzählt die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Susi Wohlers (59). Der DRK-Verband übernimmt außerdem die Organisation von Blutspendediensten, dazu gehört unter anderem die Bereitsstellung eines reichhaltigen Buffets, an dem sich die Spender im Anschluss stärken können. Auch die Organisation von Ferienfreizeiten für Jugendliche sowie die Altkleidersammlungen gehören zu den Aufgaben des Ortsverbands. Aber auch im Schwimmbad sind die Rotkreuzler im Einsatz: als Wasserwacht bei der Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche.

Ein Herzstück des Vereins ist die gemischte Gemeinschaft „Bereitschaft“. Rund 40 aktive Mitglieder beteiligen sich in diesem Bereich und sind für den Ernstfall ausgebildet. Außerdem ist die Bereitschaft mit Fahrzeugen und Feldkochern ausgestattet. Das bedeutet, dass die multifunktionalen Mitarbeiter überall  helfen können.

„Das DRK hat sich vom ‚Pflasterkleber‘ und ‚Bindenwickler‘ längst verabschiedet“, sagt Wohlers. Insgesamt gibt es drei – für ein breites Angebot verantwortliche – Gruppen. Mitglieder der Sanitätsgruppe stellen das Personal auf diversen Veranstaltungen. „Hierzu gehört jedoch nicht mehr nur die Versorgung von kleinen Wunden“, erläutert die 59-Jährige. Vielmehr unterstützen die Mitglieder den Rettungsdienst bei Großschadenslagen. Für die Versorgung von mehreren hunderten Betroffenen  sind die zwei Betreuungsgruppen des Pinneberger DRK bestens vorbereitet.  Zu ihrem Aufgabenspektrum gehört es, Verpflegung und Getränke herzustellen, Notunterkünfte zu errichten und zu betreiben sowie Gelände mit Scheinwerfern und Notstromaggregaten auszuleuchten.

Die Bereitschaft ist ferner für die einzige Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) im Kreis Pinneberg verantwortlich. Für einen eventuellen Einsatz sind die Einsatzkräfte  geschult. Denn Trinkwasser darf nur nach exakt vorgegebenen Verfahren aus Fluss- und Seewasser hergestellt werden.

Zum Einsatz kommt die Bereitschaft bei Großbränden, Evakuierungen und sonstigen Großschadensereignissen. Die Mitglieder pflegen zudem das technische Material, das im Falle der Katastrophe zum Einsatz kommt. Die Mitarbeiter erhalten ihr Fachwissen auf externen Lehrgängen sowie im Zuge der 14-tägigen Dienstabende im DRK Zentrum am Hafen in Pinneberg. „Wer an den Schulungen teilnimmt, hat nicht nur tolle Erinnerungen, sondern bekommt soziale Kompetenzen und Lebenserfahrung mit auf den Weg“, so Wohlers. Mitglied sein bedeute, Spaß zu haben und Kameradschaft zu pflegen.

Vorläufer des Ortsvereins gab es schon im Jahr 1889 in Pinneberg. Zu dem Zeitpunkt wurde der Vaterländische Frauenverein gegründet. Die erste freiwillige Sanitätskolonne mit ausschließlich männlichen Mitgliedern schloss sich 1892 an. Damals ging es besonders darum, verwundete Soldaten    zu pflegen. Aus diversen Splittervereinen gründete sich schließlich 1947 der DRK Ortsverein Pinneberg. Der Verein finanziert sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Erträgen aus der Altkleidersammlung. Weitere Mitglieder sind willkommen.

Mein Verein: DRK-Ortsverein Pinneberg
Gegründet: 4. Juli 1947
Mitglieder: 87
Vorsitzende: Roswitha Schusdziara
Adresse: Berliner Straße 11, 25421 Pinneberg
Telefon:  (04101) 73250
E-Mail: info@drk-pinneberg.de
Website: www.drk-pinneberg.de
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