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Chemie-Unfall in Tornesch : Vergiftungen: Pinneberger Klinik war gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Notaufnahme des Krankenhauses in Pinneberg musste gesperrt werden. Dort waren drei Mitarbeiter der Müllverbrennungsanlage Tornesch mit Vergiftungen eingeliefert worden.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 11:17 Uhr

Pinneberg/Tornesch | Nach einem Arbeitsunfall in der Müllverbrennungsanlage Ahrenlohe in Tornesch ist die Notaufnahme des Pinneberger Krankenhauses im Fahltskamp gesperrt worden. Drei Mitarbeiter sind mit Vergiftungserscheinungen dorthin gekommen. Daraufhin wurde die Klinik laut Ralf Rieckhoff, Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, geschlossen. Zwei weitere Mitarbeiter wurden vor Ort in Tornesch behandelt. Rieckhoff: „Ihre Kleidung wird entsorgt, die Patienten werden gereinigt und die Räume gelüftet. Es besteht aber keine lebensbedrohliche Situation.“ Während der Sperrung wurden Patienten provisorisch in einem anderen Bereich der Klinik aufgenommen.

In der Müllverbrennungsanlage waren die Arbeiter mit Phosphin in Kontakt gekommen. Es ist ein giftiges, brennbares und geruchloses Gas, das auch zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Zunächst hieß es, die Arbeiter seien mit Calciumphosphid in Berührung gekommen. Dies zersetzt sich in Verbindung mit Wasser oder Feuchtigkeit zu hochempfindlichen Gasen, die Augen- und Hautreizungen hervorrufen und explodieren können.

Der ABC-Trupp der Feuerwehr des Kreises Pinneberg war in Tornesch im Einsatz. Die Räume der Notaufnahme in Pinneberg wurden gelüftet, anschließend wurde die Sperrung nach einigen Stunden wieder aufgehoben. Die kontaminierten Männer bleiben zunächst in der Klinik, weil gesundheitliche Folgen des Gifts auch erst zwei bis drei Tage nach dem Kontakt auftreten können, teilte die Klinik mit.

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