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Notruf missbraucht : Polizei-Aufgebot in Pinneberg – wegen eines Scherzes

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dienstagnachmittag im Clara-Bartram-Weg: Polizisten umstellen das Gebäude der jüdischen Gemeinde. Geschehen war nichts.

Pinneberg | Die Beamten auf den Plan gerufen hat ein 51 Jahre alter Pinneberger, der kurz nach 17 Uhr über den Notruf mitteilte, dass etwa zehn Jugendliche mit Kapuzen grölend Steine auf das Haus der Jüdischen Gemeinde werfen würden. Polizisten eilten zum vermeintlichen Tatort und umstellten das Objekt, wie Sprecherin Sandra Mohr schildert. „Doch die Beamten stellten schnell fest, dass keine Störer vor Ort waren“, so Mohr.

In der Nähe des Einsatzortes trafen die Polizisten auf den Anrufer: ein betrunkener Mann mit 3,68 Promille im Atem. Weil alles ruhig und absolut nichts geschehen war, wird ihm jetzt „der Straftatbestand des Missbrauchs von Notrufen vorgeworfen“. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Um weitere Straftaten zu verhindern, verbrachte er die Nacht in der Polizeizelle. Am Mittwochmorgen konnte er nüchtern wieder gehen – ohne sein Handy. Das hat die Polizei beschlagnahmt. Die Kosten des Einsatzes werden dem 51-Jährigen möglicherweise auch noch berechnet.

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erstellt am 21.Mai.2014 | 12:30 Uhr

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