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Bauhöfe im Kreis Pinneberg : Kommunen sparen viel Geld dank mildem Winter

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Mitarbeiter mussten keine Überstunden machen, Streugut wurde kaum verbraucht. Die Bauhöfe können sich schon jetzt um Grünschnitt und Spielplätze kümmern.

Kreis Pinneberg | Eine endgültige Auswertung wird erst Ende März erfolgen, doch bereits jetzt steht fest: Durch den milden Winter konnte im Kreis Pinneberg viel Geld gespart werden. Bis zu 75 Prozent weniger Streusalz als erwartet wurde benötigt. Und auch die Mitarbeiter der Bauhöfe mussten in diesem Winter wesentlich weniger Überstunden und Wochenenddienste machen, um die Sicherheit auf den Straßen des Kreises zu gewährleisten.

Die meisten Bauhöfe und auch der Fachdienst Straßenbau und Verkehrssicherheit des Kreises Pinneberg hatten sich nach der langen Frostperiode im vergangenen Winter darauf vorbereitet, eine ähnliche Menge Streusalz zu benötigen – und ihre Lager entsprechend aufgefüllt. Diese Reserven werden jetzt bis zum nächsten Winter in den Hallen bleiben. „Die Reste werden ja nicht schlecht“, sagte Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (Bönningstedter Wählergemeinschaft). So sei das Geld für das vorhandene Streusalz bereits ausgegeben, doch im kommenden Jahr müsse bei der Vorbereitung auf den Winter weniger investiert werden.

Schenefelds Bauhofchef Marko Gräper hatte damit gerechnet, dass er bis Mitte Februar Streusalz für zirka 12.000 Euro verbrauchen müsste, damit es auf den Straßen der Stadt nicht zu Glatteis-Unfällen käme. Doch die Temperaturen lagen in diesem Winter an den meisten Tagen über dem Gefrierpunkt: „Wir hatten bisher nur sechs Einsätze, bei denen Streusalz eingesetzt werden musste“, sagte Gräper. Die Kosten für das Salz hätten dabei 4000 Euro betragen, also nur ein Drittel der eingeplanten Summe.

Die Situation in anderen Orten des Kreises Pinneberg ist ähnlich. Der Bauhof in Barmstedt habe 60 Tonnen Streusalz eingekauft, so Pressesprecher Wolfgang Heins, benötigt habe man jedoch nur 25 Tonnen. Auch Uwe Denker vom Amt Moorrege sagte, dass er davon ausgehe, in diesem Jahr nur ein Viertel des geplanten Streusalzes benötigt zu haben. Und Anja Liedtke, Pressesprecherin der Gemeindewerke Halstenbek, sagte, dass in diesem Jahr 11.000 Euro brutto eingespart wurden.

Auch die Mitarbeiter der Bauhöfe hätten in diesem Winter wesentlich geringere Belastungen gehabt. „Das ist vor allem aus gesundheitlichen Gründen gut. Denn dieser Job geht an die Substanz“, erläuterte Schenefelds Bauhofchef Gräper. Hinzu kämen die eingesparten Personalkosten, die während einer langen Frostperiode durch Überstunden und Wochenenddienste anfielen. Thomas Vorberg von der Stadt Quickborn schätzte, dass seine Abteilung in diesem Winter mehrere tausend Euro eingespart hätte.

Da es so wenig Streueinsätze gibt, können sich die Mitarbeiter des Bauhofs anderen Aufgaben widmen. Das sei auch notwendig, denn die beiden Orkane am Jahresende haben zahlreiche Schäden verursacht, die jetzt beseitigt werden müssten, wie Thomas Kruse, Chef des Elmshorner Bauhofs, sagte. Doch es werden auch zusätzliche Arbeiten erledigt: so kann Bönningstedt „zum ersten Mal seit Jahren Knickarbeiten machen. Denn dies ist wegen des Vogelschutzes nur im Winter möglich“, wie Bürgermeister Liske erläuterte.

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erstellt am 21.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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