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Pinneberg : Kampf ums Hallenbad im Internet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Um die Schwimmhalle zu retten, gründet Thomas Thiele eine Facebook-Gruppe. In sechs Tagen treten 1104 Menschen bei. Auch die Meinung bei unserer Umfrage zur Zukunft des Schwimmbads ist eindeutig.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Pinneberg | Am 11. Februar berichtet diese Zeitung davon, dass Pinnebergs Hallenbad aufgrund der katastrophalen Haushaltssituation von der Schließung bedroht ist. Einen Tag später gründet Thomas Thiele auf Facebook die Gruppe „Pinneberg braucht sein Hallenbad“. Nach sechs Tage haben bereits 1104 Menschen auf „Gefällt mir“ geklickt (Stand: Montag, gegen 15 Uhr).

1,2 Millionen Euro Verlust fährt das Bad jedes Jahr ein. In einem Maßnahmenkatalog der Stadtverwaltung wurde daher – wie schon vor zwei Jahren – darüber nachgedacht, die Einrichtung zu schließen.

„Als Kreisstadt sollten wir unser Hallenbad erhalten“, betont dagegen Thiele. Der 50-Jährige ist schon länger bemüht, Pinneberg auf Facebook präsent zu machen. „Als ich den Tageblatt-Text über die mögliche Schließung des Bads verlinkt habe, habe ich zahlreiche Reaktionen erhalten – auf Facebook, aber auch per Mail oder im persönlichen Gespräch.“ Thiele erstellte daher die Gruppe, um eine Plattform für Bürger zu schaffen, um über eine mögliche Rettung der defizitären Schwimmhalle zu diskutieren. Im Internet sollen auch die Pinneberger, die nicht in Vereinen organisiert sind, ihre Interessen artikulieren können.

Thiele möchte jedoch auch konkreten Schritte unternehmen, um die Zukunft des Bads zu sichern: „Ich werde das Gespräch mit den Stadtwerken und den Vereinen suchen.“ Der 50-Jährige möchte bei dieser Gelegenheit Vorschläge zur Verbesserung des Schwimmbads aus der Online-Gemeinde unterbreiten. Der IT-Berater bietet außerdem an, sein Know-how zur Verfügung zu stellen, um eine Homepage und ein Marketing-Konzept für das Schwimmbad zu erstellen. Über einen Online-Auftritt könnte das Schwimmbad beispielsweise einen aktuellen Belegungsplan zur Verfügung stellen, so Thiele. „Viele Bürger haben mir mitgeteilt, dass sie besser informiert werden wollen, wann die Sportvereine das Schwimmbad benutzen.“

Die im Internet aktiven Pinneberger wünschen sich laut Thiele darüber hinaus mehr Veranstaltungen im Schwimmbad, wie beispielsweise eine Disco.

Kann sich Pinneberg das Hallenbad noch leisten?

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