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Burkhard Tiemann : Ärger um Ehrennadel des Kreises Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinnebergs Kreispräsident hat offenbar wieder auf eigene Faust gehandelt. Das nehmen ihm Politiker übel.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Reimar Neufeldt, Leiter der Elmshorner Dittchenbühne, hat sie bekommen. Und auch drei Bürger aus dem Kreis Pinneberg, die 2013 im Kampf gegen die Elbeflut tatkräftig mit angepackt hatten. Es geht um die Ehrennadel des Kreises Pinneberg. Verliehen wurde sie von Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU). Doch umstritten ist, in wessen Namen. Es gibt keinen Beschluss eines Kreisgremiums über die Verleihung. Hergestellt wurden die Nadeln auf Initiative Tiemanns. Er hat silberne und goldene Ehrennadeln anfertigen lassen. Bezahlt wurden sie mit Mitteln aus seinem Repräsentationsfonds.

Empört sind die Politiker, weil Tiemann mit der Verleihung der Nadel ohne Beschluss eines politischen Gremiums agiert. SPD-Fraktionschef Hans-Helmut Birke spricht deshalb von Selbstherrlichkeit Tiemanns. FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Bremer vom „Fettnäpfen“, in das der oberste Repräsentant des Kreises wieder einmal getreten sei. Und Thomas Giese, der Chef der Kreistagsfraktion der Grünen, moniert, dass Tiemann erst kürzlich zugesichert habe, keine Alleingänge mehr zu unternehmen und die Politik zu informieren, nun aber genau das Gegenteil mache.

Tiemann versteht die Kritik nicht. Die Verleihung der Ehrennadel sei zwar nicht mit der Politik, aber mit dem Landrat abgesprochen. Dennoch soll es künftig Richtlinien für die Vergabe geben. Einen entsprechenden Vorschlag will Tiemann im Ältestenrat des Kreistags einbringen.

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