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Kreis Pinneberg : 147.000 Mülltonnen mit Funkchip ausgerüstet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Um Abfalltonnen leichter ihren Besitzern zuordnen zu können, werden sie im Kreis Pinneberg mit Chips ausgestattet. Für Hausbesitzer soll's aber nicht teurer werden.

Kreis Pinneberg | Die Mülltonnen im Kreis Pinneberg sind während der vergangenen Monate zu High-Tech-Tonnen geworden. Die Hausmülleinsammlungsgesellschaft (Hameg) hat seit August mehr als 95 Prozent ihrer 155.000 Behälter mit kleinen Funkchips ausgerüstet.

Den größten Teil der Arbeit hat die Hameg bis Anfang Dezember geschafft, wie Geschäftsführer Herbert Schultze auf Anfrage dieser Zeitung sagte. „Bei 155.000 Stück sind fünf Prozent aber immer noch eine große Zahl“, sagte er zu den Tonnen, bei denen die Ausrüstung bisher noch nicht funktioniert hat.

Grund für die Verzögerung: der Informationsfluss zwischen Vermietern und Mietern. „Wir haben die Vermieter kontaktiert, die bei uns Tonnen angemeldet haben. Doch die Mieter wussten teilweise nichts von den Funkchips“, sagt Schultze. So wurden die Behälter wieder weggestellt, bevor der Chip angebracht war. „Einige Tonnen waren schwer zu erreichen“, sagte Schultze. Und an großen Wohnblocks sei es kompliziert gewesen, die Tonnen den richtigen Hausnummern zuzuordnen. Die restlichen Behälter sollen innerhalb der kommenden zwei Monate ausgerüstet werden.

Erste Vorteile des neuen Systems seien bereits zu beobachten, sagt der Geschäftsführer. Kämen etwa Beschwerden von Kunden, ihre Tonne sei nicht geleert worden, kann nun detailliert nachvollzogen werden, ob das stimmt. Denn alle mit Chip ausgerüsteten Tonnen sind eindeutig einem Haushalt zuzuordnen. So kann die Hameg in Zukunft erkennen, wenn Behälter versehentlich vertauscht oder absichtlich an falschen Orten abgestellt werden. Oder wenn nicht angemeldete Behälter an der Straße stehen.

Wie groß die Zahl dieser „Schwarztonnen“ ist, lasse sich noch nicht sagen. Vereinzelt würden bereits „herrenlose“ Behälter gemeldet. „Wenn wir in etwa zwei Monaten die Umstellung auf das neue System abgeschlossen haben, werden wir nicht registrierte Tonnen auch nicht mehr leeren“, sagt Schultze.

Bisher wurden nur Rest- und Biotonnen mit Chips ausgestattet. Da für Papierbehälter nicht separat Gebühren bezahlt werden müssten, bleibt das auch erst einmal so. Der geplante Kostenrahmen von 900.000 Euro für drei Jahre aus dem Kreishaushalt werde eingehalten. Eine Gebührenerhöhung sei bis 2015 ausgeschlossen, sagt Schultze.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 10:04 Uhr

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