Meister der Sauerstoffversorgung

Für ihre  Idee und Konstruktion „Renerative Sauerstoffversorgung auf dem Mars“ sowie deren hervorragende Präsentation landeten Bruno Borchardt (15, von links), Sebastian Meyer (17) und Jannik Rank (16) auf dem zweiten Platz beim WRO-Deutschlandfinale.
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Für ihre Idee und Konstruktion „Renerative Sauerstoffversorgung auf dem Mars“ sowie deren hervorragende Präsentation landeten Bruno Borchardt (15, von links), Sebastian Meyer (17) und Jannik Rank (16) auf dem zweiten Platz beim WRO-Deutschlandfinale.

Bildungsprogramm: Jugendliche der Klaus-Groth-Schule ziehen mit ihrem „Roboter“ ein ins WRO-Weltfinale im russischen Sotschi

shz.de von
27. Juni 2014, 16:00 Uhr

Bauen, designen und programmieren: Die Tornescher Schüler Bruno Borchardt (15), Sebastian Meyer (17) und Jannik Rank (16) haben sich bei der „World Robot Olympiad“ (WRO) in Dortmund bewährt. Mit ihrem Roboter-System gewannen sie in der „Open Category“ den zweiten Platz. Die Tüfftler der Tornescher Klaus-Groth-Schule sind nun überglücklich, sich für das WRO-Weltfinale im russischen Sotschi qualifiziert zu haben.

Ideenreichtum, Fachwissen im Bereich Computersteuerung, Elektrotechnik, Biologie und Chemie brachten die Jugendlichen mit, um ihr Ziel zu erreichen. „Damit die Jungs nun wirklich in Sotschi antreten können, benötigen wir vier- bis fünftausend Euro, um Flug, Visa, Unterkunft, Verpflegung sowie weitere Materialkosten abzudecken“, erläutert der zuständige Betreuer und Lehrer Mario Selck. Denn bis zum Weltfinale soll die Anlage weiter optimiert werden. Selck betreut die Schüler in der „Robotics AG“ der Schule. Alle zwei Wochen treffen sich die Jugendlichen. Jeweils zwei Stunden lang dreht sich dann alles um das Bauen und Programmieren mit dem sogenannten Lego Mindstorm System. Dabei handelt es sich um ein Roboterstecksystem einschließlich Servo Motoren und Sensoren.

Bei dem von den Jungen entwickelten „Roboter“ handelt es sich um ein Modell, die Sauerstoffversorgung auf einer möglichen Marsmission steuern könnte. „Wir waren total begeistert, dass wir alles rechtzeitig fertig bekommen haben“, erzählt Yannik euphorisch. Mit ihrem Objekt haben die Jungen die Anforderung des Wettbewerbes in Dortmund erfüllt: Es ist ihnen gelungen, einen Roboter zu bauen und zu programmieren, der die Menschen bei der Lösung von verschiedenen Aufgaben im Weltraum unterstützen könnte.


Grünalgen verhalfen zum Erfolg


Zum Modell: Bei der Kreation der Jugendlichen erzeugen Grünalgen Sauerstoff, der in ein Habitat geleitet werden kann. Dabei wird der Sauerstoffgehalt gemessen. Wird ein höherer Sauerstoffgehalt festgestellt als nötig, leitet die Anlage den Sauerstoff automatisch in eine Brennstoffzelle, wo er mit Wasserstoff in Wasser gebunden und bei Bedarf mittels eines Elektrolyseurs wieder aufgespalten und frei gesetzt wird.

Insgesamt beteiligten sich an dem Wettbewerb in Dortmund 21 Teams. „Mit der Vorbereitung haben wir relativ zeitig angefangen“, erläutert Sebastian (17). Die Ideen seien „nach und nach gekommen“ und besonders an den Wochenenden war „intensivste Arbeit“ angesagt, die sich lohnen sollte.

Die Vorbereitungen für das Weltfinale laufen bereits. Ideen für eine Optimierung ihrer Anlage sind vorhanden. Ihre Präsentationsunterlagen müssen nun noch in die englische Sprache übersetzt werden sowie ein Dokumentationsfilm gedreht werden. Eines aber steht für die drei Nachwuchswissenschaftler fest: „Wir wollen mit unserer Idee auf jeden Fall weiterkommen“, so Sebastian. Wer die Schüler bei ihrem Vorhaben unterstützen will, wendet sich an den Förderverein der Klaus-Groth-Schule. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Schule.

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www.kgs-tornesch.de






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