Kreis Pinneberg : Mehrheit einig: Stolz soll Landrat bleiben

Im Laufe der vergangenen fünf Jahre hat sich Oliver Stolz Respekt und Anerkennung verschafft.
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Im Laufe der vergangenen fünf Jahre hat sich Oliver Stolz Respekt und Anerkennung verschafft.

CDU, SPD, Grüne und FDP wollen am Mittwoch Wiederwahl bekannt geben.

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04. Mai 2015, 12:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Im Februar 2010 musste Oliver Stolz, damals Bürgermeister in Rellingen, noch kämpfen, um Landrat zu werden. Zwei Gegenkandidaten – einer unterstützt von der SPD, einer von der FDP – und zwei Wahlgänge hatte der Vater zweier Söhne im Sitzungssaal des Kreistags zu überstehen, bevor feststand: Stolz wird Nachfolger von Wolfgang Grimme (CDU) und damit neuer Landrat. Diesmal soll alles schneller gehen. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre hat sich der Parteilose Respekt und Anerkennung verschafft. Schon ein Jahr vor der Wahl haben sich CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP festgelegt: Stolz soll wiedergewählt werden.

Die vier Parteien haben gestern zu einem Gespräch für Mittwoch eingeladen, bei dem sie die Wiederwahl von Stolz offiziell verkünden und begründen wollen. „Obwohl die Wahl des Landrates erst in 2016 ansteht, sind sich vier Fraktionen im Kreistag bereits jetzt einig. Das Ergebnis der Beratung der vier Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, möchten wir Ihnen gern am Mittwoch bekannt geben“, heißt es in der Einladung, die von der Pressesprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, Kerstin Seyfert, verschickt wurde. Weitere Erklärungen gab es gestern nicht.

Fraktionschefin Heike Beukelmann (CDU) hatte bereits vor einigen Wochen im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, „sehr zufrieden“ mit Stolz als Landrat zu sein. Thomas Giese, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, betonte: „Er arbeitet sehr sorgfältig und versucht, die Politik, so gut es geht, einzubinden.“ CDU und Grüne hatten Stolz – anders als SPD und FDP – bereits 2010 unterstützt und ihm die Mehrheit gesichert. Das Urteil vom SPD-Fraktionsvorsitzenden, Hans-Helmut Birke, fiel auch deshalb durchwachsen aus. Ebenso zeigte sich Birkes FDP-Amtskollege Klaus Bremer nicht vollends zufrieden. Dennoch muss für Sozial- und Freidemokraten in den vergangenen Wochen die Überzeugung gereift sein, dass Stolz der richtige Mann auf dem richtigen Platz sei, und die Entscheidung getroffen worden sein, dem ruhigen Arbeiter eine erneute Amtszeit zu gönnen.

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