Mehr Räume für besseres Lernen

Auf dem neuen Kunstrasenplatz kann nun gespielt werden.
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Auf dem neuen Kunstrasenplatz kann nun gespielt werden.

Politik diskutiert Konzepte der Leiter der weiterführenden Bildungseinrichtung / Begehung des Kunstrasenplatzes

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29. März 2018, 16:14 Uhr

Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur am Dienstagabend im Untergeschoss der Sporthalle in Schenefeld hat sich vor allem um die Raumkonzepte für das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule gedreht. Zu Beginn ging es jedoch um den Sport. Blau-Weiß-96-Geschäftsführer Frank Böhrens präsentierte den Politikern den neuen Kunstrasenplatz und bedankte sich für die Fördermittel, die den Umbau ermöglicht hatten.

Zurück im Warmen standen dann Dirk Ziegenhagen, Leiter der Gemeinschaftsschule, und Gymnasialleiter Jörg Frobieter Rede und Antwort. Der Ausschussvorsitzende Tobias Löffler (CDU) schlug vor, zunächst Sachfragen zu klären und den Beschluss der Raumkonzepte auf die nächste Sitzung zu schieben. Dem stimmten auch die anderen Politiker nach einer kurzen Diskussion zwischen Löffler und dem Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz zu. Vor der Sommerpause soll das Konzept stehen, damit im Anschluss der Architektenwettbewerb beginnen kann. Arlette Janson-Hagebölling, Fachdienstleiterin Schule, Sport, Kultur, erläuterte, dass erst Mitte 2019 mit einem Ergebnis gerechnet werden kann, da der Wettbewerb etwa zwölf Monate dauern werde. Auf dieser Grundlage kann die Sanierung starten.

Einig waren sich Schulleiter und Politik darin, dass die bereits sanierten Klassenräume erhalten werden sollen. Die neu geplanten Zimmer sollen jedoch großzügiger werden: Heute haben die Schüler 59  Quadratmeter Platz. In den neuen Räumen sind es 70  Quadratmeter. Ziegenhagen begründete dies unter anderem mit der Inklusion. Die Nutzung soll für Rollstuhlfahrer erleichtert werden. Aber auch für alle anderen Schüler habe die Großzügigkeit Vorteile. „Kinder brauchen auch Platz im Unterricht, zum Beispiel für Gruppentische. Das führt sonst zu Unruhe.“

Löffler fragte Frobieter, ob sich die Gesamtstunden im Zuge des Rückgangs zu G 9 verringern werden. Das bestätigte der Schulleiter. Er plädierte aber zum einen dafür, durch neue Räume die Möglichkeit zu schaffen, dass Lehrer und Schüler ihre Vor- und Nachbereitung in der Schule erledigen können. Zum anderen werde die Nachmittagsbetreuung immer wichtiger und sei entscheidend für die Schulwahl. In dem Konzept sind deshalb mehrere Gruppenräume eingeplant, in denen zum Beispiel Hausaufgaben erledigt werden können. Zudem soll es Konferenz-, Bewegungs- und sogenannnte Differenzierungsräume geben. Letztere sollen dem Lehrer ermöglichen, die Klasse zu teilen, um die Schüler unterschiedliche Aufgaben erledigen zu lassen. In der Gemeinschaftsschule soll der Berufs-Coach ebenso ein Büro erhalten wie der Berufs-Koordinator. Niels Wieruch, Fraktionschef der SPD, fragte sich, ob bei einigen Räumen nicht eine Doppelnutzung möglich sei. Hier zeigten sich die Schulleiter gesprächsbereit.

Frobieter und Ziegenhagen wünschen sich zudem feste Computerräume. Besonders für jüngere Schüler und den Fremdsprachenunterricht sei dies weiterhin sinnvoll.

Unklar ist, wie es mit der Cafeteria, die von Freiwilligen betrieben wird, weitergeht. Vertreterin Maike Volquardsen zeigte sich offen, dies in die Mensa zu integrieren. Jedoch sei es immer schwerer, Personal zu finden. Frobieter lobte das Engagement der dort aktiven Mütter. Jedoch glaubt er, dass ein Caterer in der Mensa sicherlich auch die Pausenversorgung übernehmen wolle.

Zudem wünscht Frobieter sich eine bessere Internetverbindung. „Das, was wir an WLAN haben, ist ein schlechter Witz“, sagte er.

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