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44 neue Stellen : Mehr Personal für die Verwaltung im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreistag beschließt 44 neue Stellen. Vor allem für die Bearbeitung von Asylangelegenheiten sind mehr Mitarbeiter nötig.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 09:38 Uhr

Kreis Pinneberg | Der Kreistag hat während seiner Sitzung am vergangenen Mittwochabend den Weg für etwa 44 neue Stellen in der Kreisverwaltung freigemacht. Damit sollen vor allem Aufgaben bewältigt werden können, welche die Verwaltung in Zusammenhang mit dem Zuzug von Flüchtlingen übernehmen muss. Vertagt wurde die Entscheidung über einen neuen Schulsozialarbeiter für die Berufsschule in Pinneberg, den die CDU-Fraktion beantragt hatte.

Die Stellen braucht Landrat Oliver Stolz (parteilos) vor allem, um die Ausländerbehörde zu verstärken und um die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu gewährleisten. Dazu gehören auch die Vormünder. Denn der Kreis muss von Amts wegen die Vormundschaft für zahlreiche Minderjährige übernehmen. Etwa 21 der neuen Stellen sollen befristet sein. Die Gesamtstellenzahl der Verwaltung erhöht sich damit von 629 auf 671.

Streit gab es um einen neuen Schulsozialarbeiter an der Berufsschule in Pinneberg. „Das war viel zu kurzfristig beantragt. Wir hatten keine Möglichkeit, uns damit zu befassen. Deswegen sollte das in den Schulausschuss verwiesen werden“, monierte SPD-Fraktionschef Hans-Helmut Birke.

„Die Zeit drängt. Wenn wir jetzt nicht entscheiden, tun wir das erst im kommenden Frühjahr. Dann kann die Stelle erst nach der Sommerpause besetzt werden, argumentierte Kerstin Seyfert für die CDU-Fraktion. Ähnlich sahen das Linke und Piraten. Der Kreistag verwies die Sache schließlich mit Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Burghard Schalhorn (KWGP) in den Ausschuss.

Hintergrund ist die zunehmende Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die schulpflichtig sind und deswegen an der Berufsschule Daz-Klassen und anschließend den regulären Unterricht besuchen. Weil nun der kulturelle Hintergrund der Schüler vielfältiger würde, wachse auch das Konfliktpotential. Die Kapazität der Schulsozialarbeit reiche nicht.

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