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Förderbank IBSH : Mehr Investitionen in der Region

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die IBSH präsentiert Zahlen aus 2013. Demnach ist der Immobilienmarkt die größte Triebkraft. Für mittelständische Unternehmen gibt es genügend Kredite.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Der Kreis Pinneberg scheint vor Kraft zu strotzen. Laut der Arbeitsagentur, Umfrageinstituten, Wirtschaftsauskunfteien, Beratungsfirmen und Banken boomt die Region. Nun hat die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IBSH) nachgelegt und Mittwoch am Standort Elmshorn Zahlen aus 2013 präsentiert. Demnach hat das Volumen der Investitionen im Kreis deutlich zugenommen.

Das Geldhaus, zu 100 Prozent Landeseigentum, hat seine Immobilienkredite, das weitergeleitete Geld aus Töpfen der EU und die Summe seiner Kredite an Kommunen analysiert. In die Kreise Pinneberg, Steinburg, Segeberg und Stormarn flossen 2013 demnach insgesamt 600 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 525 Millionen Euro. Auf den Kreis Pinneberg entfielen im vergangenen Jahr 210 Millionen Euro. 154 Millionen Euro waren es im Jahr davor.

Der Immobilienmarkt ist laut IBSH-Chef Erk Westermann-Lammers die stärkste Triebfeder für Investitionen im Speckgürtel um Hamburg. Insgesamt 206 Millionen Euro an Krediten gewährte die Bank 2013. Im Vorjahr waren es 168 Millionen Euro. Auf den Kreis Pinneberg entfielen 85 Millionen Euro und damit gut 40 Prozent des Kreditvolumens im Hamburger Umland. 2012 waren es im Kreis 65 Millionen Euro.

Die IBSH vergibt sogenannte nachrangige Kredite. Das sind lediglich 20 bis 25 Prozent eines Gesamtdarlehens. Den Rest finanziert eine andere Bank, meist eine Volksbank oder Sparkasse. Das tatsächliche Investitionsvolumen der Eigenheimbauer und Wohnungsgesellschaften, von dem auch Handwerker und regionale Baufirmen profitieren, sei also noch wesentlich größer als die Kreditsumme der IBSH.

Grund für die boomende Nachfrage seien ein stabiler Arbeitsmarkt und damit stabile Einkommen, niedrige Zinsen und eine wachsende Bereitschaft, mit einer Sanierung alter Häuser Energie zu sparen. Das Ausfallrisiko der Kreditnehmer sei in den vergangenen Jahren kleiner geworden, wie Horst Nörenberg, Vertriebsleiter Immobilienkunden bei der IBSH, sagte. Er untermauerte damit Zahlen von Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa.

Die IBSH verteilt auch Fördergeld der EU, etwa aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Inklusive weiterer Zuschüsse und mit Geld aus der Wirtschaftsförderung, etwa für Existenzgründer, verteilte die IBSH fast 180 Millionen Euro. Ein Großteil ging an mittelständische Firmen. „Die Finanzierungsmöglichkeiten für den Mittelstand sind gut, eine Kreditklemme sehe ich nicht. Knackpunkt sind eher fehlende Fachkräfte“, sagte Westerman-Lammers.

Auch die Vergabe von Krediten an Gemeinden habe zugenommen – von 196 Millionen Euro 2012 auf 209 Millionen Euro. Das Geld sei vor allem für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude eingesetzt worden.

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