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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 03:07 Uhr

Expansionskurs : Mehr Haushalte ans Wärmenetz

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Wärmeversorgung in Schenefeld expandiert. Abwärme der Müllverbrennungsanlage aus Hamburg soll genutzt werden.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Schenefeld | 9437 Wohneinheiten gibt es in Schenefeld. 2377 Wohnungen haben bisher einen Zugang zum Fernwärmenetz. Diese Zahl soll sich deutlich erhöhen. Denn die Wärmeversorgung Schenefeld befindet sich auf Expansionskurs. „Wir wollen das Netz erweitern“, sagt Günther Leimert. Er ist nicht nur Bauamtschef im Rathaus, sondern auch Geschäftsführer der Wärmeversorgung Schenefeld.

Es wird eine neue Transportleitung vom Böttcherkamp in Hamburg rüber nach Schenefeld zum Flaßbarg gebaut. Das Neubaugebiet mit seinen 145 Wohneinheiten, die der Investor Terrabaltic bis Ende 2016 auf dem Areal des ehemaligen Pflanzenzentrums hochzieht, wird an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Stadt hatte dem Investor ein Angebot unterbreitet. Der schlug zu.

Die Wärme für das Neubaugebiet kommt aus Hamburg. Leimert bestätigte, dass die Wärme von der Müllverbrennungsanlage aus Hamburg-Stellingen bezogen wird. „Die genutzte Abwärme hat eine hohe Qualität und ist auch aus ökologischen Gesichtspunkten sinn- voll einsetzbar.“ Die Blockheizkraftwerke der Stadt – hier wird Gas zur Wärmeerzeugung verwandt – könnten im Stand-by-Modus weiterlaufen. Dass die Hansestadt die Müllverbrennungsanlage in Stellingen schließen möchte, durchkreuzt die Schenefelder Expansionsbestrebungen keineswegs. Die Stadt hat einen Vertrag mit E.on Hanse über den Wärmebezug abgeschlossen.

Die neue Transportleitung wird vom Flaßbarg weiter über die Altonaer Chaussee bis zum „Stadtzentrum“ an der Südseite der LSE geführt. 147 Wohneinheiten gibt es am Flaßbarg. Zuvor hat die Wärmeversorgung auch den Zuschlag für jeweils fünf Wohneinheiten am Wasserberg und am Wiesengrund erhalten. Leimert kann sich vorstellen, mit der Wärmeversorgung Schenefeld auch große Wohneinheiten an der Altonaer Chaussee zu versorgen. Die Gesellschaft wirft laut Leimert einen Gewinn ab. „Unser Ziel ist es, Wärme von hoher Qualität anzubieten. Das Ganze soll sich aber auch rentieren.“

Die Wärmeversorgung hat zwei Gesellschafter. 60 Prozent der Anteile hält die Stadt Schenefeld, 40 Prozent die Service Plus GmbH, eine Tochter des Energieunternehmens Eon Hanse. Die technische und kaufmännische Betriebsführung kann die Stadt nicht leisten. Das übernimmt Eon Hanse beziehungsweise Service Plus. Für die Kundenbetreuung und die Abrechnungen ist Eon Hanse Wärme zuständig.
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