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Sanierungsplan : Mehr Geld für Pinnebergs Schulen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Politik will weitere Maßnahmen in den Haushalt 2014 einstellen. Die Bauarbeiten sollen 2018 abgeschlossen werden.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Die 35 Millionen Euro teure Sanierung der maroden Pinneberger Schulen sorgt weiterhin für Diskussionen – in der Politik und bei den Betroffenen. Nachdem für die dringlichsten Maßnahmen bereits 5,9 Millionen Euro in den Haushalt für 2014 eingestellt wurden, öffneten die Volksvertreter am Dienstag noch einmal die Schatulle. Schulausschuss und der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen entschieden einstimmig. Die Baumaßnahmen für die Cafeteria in der Johannes-Brahms-Schule (JBS), der Umbau des Lehrschwimmbeckens an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGS) sowie Sanierungsmaßnahmen am Förderzentrum Pinneberg solllen ebenfalls noch 2014 in Angriff genommen werden.

Nur eine hauchdünne Mehrheit gab es dagegen für die Entscheidung, den gesamten Sanierungsplan auf einen Zeitraum von vier statt drei Jahren zu verteilen. Eltern und Lehrer hatten – wie bereits am vergangenen Donnerstag vor der Drostei - mit Transparenten vor dem Eingang des Rathauses ein klares „Ja“ zu einem Dreijahresplan gefordert. Elternvertreterin Ulrike Graefen warnte davor, den Sanierungsplan zu „verwässern“.

Die Pinneberger Christdemokraten sprachen sich dafür aus, die Sanierungsmaßnahmen in fünf Jahren abzuhandeln. Zu groß ist die Sorge, dass ein kurzfristigerer Finanzierungsplan vom Innenministerium in Kiel abgelehnt werden würde. Natalina Boenigk (CDU) betonte: „Zu behaupten, wir würden das bis 2017 schaffen, ist populistisch.“ FDP und Grüne sprachen sich dagegen für die schnellstmögliche Variante aus. Freidemokrat Jens Lucka: „Wir dürfen nicht so hasenfüßig sein.“ Das Land Schleswig-Holstein müsse einsehen, dass die Probleme so schnell wie möglich behoben werden müssten. Westumgehung, Bahnhof und Drosteivorplatz müssten hinten anstehen. Letztlich setzten sich SPD und Bürgernahe durch – die Sanierungen sollen bis 2018 abgearbeitet werden.

Für die zusätzlich beschlossenen Maßnahmen muss Pinneberg noch einmal in die Tasche greifen. 120.000 Euro sollen für die Cafeteria an der JBS fällig werden. Der Umbau des Lehrschwimmbeckens soll 618.000 Euro kosten. In die neugestalteten Räume an der GuGS soll die Schulsozialarbeit einziehen, deren Räume stehen dann für Unterricht zur Verfügung. Für die Sanierungsmaßnahmen am Förderzentrum veranschlagt die Verwaltung 100.000 Euro. 90 Prozent davon sollen über Fördertöpfe gedeckt werden.

GuGS-Schulleiter Thomas Gerdes fiel gestern „ein Steinchen vom Herzen“, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung betonte. „Es ist klar geworden, dass dringender Handlungsbedarf besteht.“ Auch die Laune von Ortrud Bruhn, Leiterin der Johannes-Brahms-Schule, hatte sich gestern wieder gebessert. Sie betonte aber, dass es sich bei den Mensaplänen für ihre Schule um eine „absolute Minimallösung“ handle.

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