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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:50 Uhr

Neues Kraftwerk : Mehr Energie für Tornesch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Stadtwerke investieren eine Million Euro in neues Blockheizkraftwerk an Rostocker Straße. Es soll Strom für 1600 Haushalte liefern.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Strom und Fernwärme für Tornesch: Die Stadtwerke haben etwa eine Million Euro investiert, um in das Heizwerk in der Rostocker Straße eine neues Blockheizkraftwerk (BHKW) einzusetzen. Die Energie reicht aus, um damit 1600 Haushalte zu beliefern. „Die Anlage ist modernisiert und verstärkt worden, ich denke, damit haben wir uns auf den Weg in die Zukunft gemacht“, sagte Torneschs Bürgermeister und Stadtwerke-Chef Roland Krügel gestern anlässlich der Vorstellung des Neubaus.

Bereits vor 20 Jahren sei die Wärmeversorgung am selben Ort an der Rostocker Straße aufgebaut worden, so Holger Neubauer, Geschäftsführer der Stadtwerke Tornesch. „Das alte Modul hat aber irgendwann seinen Geist aufgegeben.“ Dazu kamen die Planungen für das Neubaugebiet „Tornesch – Am See“. Also sollte das alte BHKW-Modul erneuert und vergrößert werden.

Mit einer elektrischen Leistung von 637 Kilowatt erzeugt das neue BHKW etwa fünf Millionen Kilowattstunden Strom, ausreichend Energie für 1600 Haushalte. Die bei der Stromerzeugung erzeugte Wärme wird in das bereits bestehende Wärmenetz eingespeist, mit ihr werden Haushalte im Bereich Thujaweg, „Strucksche Koppel“ sowie im Neubaugebiet „Tornesch – Am See“ versorgt. Auch eine Seniorenwohnanlage mit 170 Wohnungen soll von der Anlage profitieren. „Wir hoffen, dass wir die auch beliefern dürfen“, sagt Neubauer.

Gebaut hat das BHKW die Eon Hanse Wärme GmbH, sie wartet die Anlage künftig auch. Die Bauarbeiten begannen im November 2012 und wurden im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen.

Während der Strom ins normale Netz eingespeist wird, kann die Fernwärme allerdings nicht jeder nutzen: „Man kann es sich nicht aussuchen, man muss mit seinem Haus an der Wärmetrasse liegen“, so Neubauer. Im Vergleich zur vorherigen Anlage habe sich der Wirkungsgrad des BHKWs enorm verbessert: Waren es früher 84 Prozent, so sind es jetzt bereits 90 Prozent. Das ist laut Adalbert Jurzig, Projektmanager bei der Eon Hanse GmbH, auch durch eine neue Technik möglich: So werden 50 Kilowatt zusätzliche Wärmeleistung aus den Abgasen gewonnen.

Einen besonderen Anblick bietet die Rückseite des Neubaus: In Anlehnung an die Namen der umgebenden Straßen haben Künstler ein Bild gesprayt, das eine Verbindung von Tornesch bis nach Rostock schafft.

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