Bürgerinitiative in Tornesch : Mehr Bahngleise für Olympia

Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ bleibt am Ball: Rainer Lutz (v. l.), Manfred Mörker, Gisela Hüllmann, Erhard Wassmann, Christian Sosna, Gerhard Quast, Christiane Sosna, Gerhard und Elvira Quast sowie Detlef Knorr.
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Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ bleibt am Ball: Rainer Lutz (v. l.), Manfred Mörker, Gisela Hüllmann, Erhard Wassmann, Christian Sosna, Gerhard Quast, Christiane Sosna, Gerhard und Elvira Quast sowie Detlef Knorr.

Torneschs Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ legt nach und formuliert weiteren Brief an Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD).

shz.de von
09. Juli 2015, 14:15 Uhr

Tornesch | Die Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof – Nein Danke!“ wendet sich mit einem Brief erneut an den Verkehrsminister Schleswig Holsteins, Reinhard Meyer (SPD), um auf die Notwendigkeit weiterer Bahnhalte hinzuweisen.

In dem Schreiben geht die Gruppe besonders auf die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024 ein: Falls dieses Großevent politisch gewünscht sei, solle man den Menschen neben den Kritikpunkten speziell die Perspektiven aufzeigen, die eine solche Großveranstaltung mit sich bringen kann. Die Gruppe appelliert an Meyer, mit Hilfe von Bundesmitteln für eine Erhöhung der Gleiszahl zwischen Hamburg und Elmshorn zu sorgen. „Sollten die Spiele tatsächlich nach Hamburg kommen und die Segelwettbewerbe wie geplant in Kiel stattfinden, wäre das vorhandene Netz also kaum in der Lage, diese signifikante Mehrbelastung zu schultern“, schreibt die BI. Zudem geben die Mitglieder zu bedenken, dass die zahlreichen Verspätungen, die sich durch die dichte Trassenbelegung lange hochschaukeln könnten, kein sehr gutes Bild von der Region abgeben würden.

Im persönlichen Gespräch mit der Bürgerinitiative berichtete Hüllmann gestern, dass noch lange nicht alle Forderungen erfüllt seien, und sich die Gruppe deshalb zu einem weiteren Appell entschlossen habe. Viele Tornescher hätten sie angesprochen und seien davon ausgegangen, dass nach dem kürzlichen Treffen mit Meyer die Angelegenheit nun erledigt sei. „Für uns ist aber gar nichts in Ordnung“, sagte Hüllmann. Auch wenn die Gruppe dankbar sei über die von Meyer in Aussicht gestellten zwei zusätzlichen Verbindungen zu den Hauptverkehrszeiten, sei die Forderung von zwei Verbindungen zum Hamburger Hauptbahnhof und Altona nicht erfüllt. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, ergänzte Manfred Mörker. „Wir wollen aber deutlich machen, dass wir am Ball bleiben und mit der Sammlung der Unterschriften nicht alles erledigt ist.“ Beispielsweise gebe es am Abend um 20.25 Uhr die letzte Direktverbindung zum Hamburger Hauptbahnhof. Zurück bestehe um 21.06    Uhr die späteste Möglichkeit, nach Hause zu fahren – ohne Wartezeit in Pinneberg. Die Gruppe hatte aber auch gute Nachrichten zu vermelden. Pendler hätten der Gruppe berichtet, dass mittlerweile längere Züge der Nordbahn eingesetzt werden. Die Platzsituation in den Abteilen habe sich deutlich entspannt.

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